Dienstag, 8. November 2011

Jodel-Burger Mc Holladrio ...Bulettenbrot Südtiroler Style...oder einfach nur ein schnelles Mittagessen

Uwe hat zum Burger-Battle aufgerufen und Zorra organisiert daraus den monatlichen Event. Chef Hansen, Pimpimella, Juliane und Alice haben in den letzten Tagen ein paar Beiträge dazu gepostet. Andere sicher auch.

Für mich ist das ja nichts. Ich hab zwar kurz überlegt, mich daran zu beteiligen, diese Idee aber gleich wieder verworfen.
Wenn ich da mitmachen wollte müsste ich ja die Brötchen selber backen. Denn so labberige Schwämme aus dem Supermarkt kämen für mich niemals in Frage. Und  ein einfaches Brötchen vom Bäcker ist auch kein Burner. Aber ich kann nicht backen. Zwiebelkuchen kann ich...und Flammkuchen. aber andere Teig-Sachen gelingen mir einfach nicht.

Und dann braucht das ganze ja noch eine Sauce. Nen Ketchup vielleicht. Aber auch da bin ich kein Profi drin. Mayonnaise kann ich selber machen, aber das können andere auch. Und außerdem ist das doch sicher langweilig bei so einem Battle. Sollte ja doch schon etwas ungewöhnliches sein.
Also einfach kein Thema für mich.

Nun bin ich im  Moment daran, meinen TK zu durchforsten und mal alles aufzukochen, was sich schon ewig darin herumtreibt. So fiel mir dann am Wochenende die Tüte mit dem Wildschwein in die Hand.
650gr. Wade und andere Kleinteile stand drauf. Das hatte ich vor längerer Zeit schon weggefroren, damals hatten wir noch kein Vakuumier-Gerät. Also war es an der Zeit, das Fleisch aufzubrauchen. Ohne recht zu wissen, was ich damit anstellen sollte, hab ich es aufgetaut.

Nun gab es ja am Wochenende das Boeuf Bourguignon. Ein Schmorgericht. Eigentlich wollte ich das Wild auch als Gulasch zubereiten, aber ich glaube, damit wäre der Herr Kampi nicht allzu glücklich gewesen. Selbst nicht als Alltagsgericht mit Pasta. Nicht in dieser Woche.

Nun war das Fleisch schon aufgetaut, deshalb musste es auch verarbeitet werden.
Buletten!
Und wenn wir schon bei Buletten sind, liegt es ja nahe, dann doch einen Burger draus zu basteln.

Da wäre allerdings noch das Brötchen-Problem. Mein erster Gedanke war ja, das irgendwie zwischen zwei Kartoffelteile oder so zu packen. Aber dazu fehlte mir einfach die zündende Idee für die Zubereitung. In meinem TK bin ich dann fündig geworden und hab die Vinschgerl vom letzten Südtirol-Urlaub entdeckt. Von dieser dunklen, kräftig gewürzten Brotspezialität hab ich eigentlich immer ein paar im Vorrat. Falls uns mal das FernHeimweh packt.
Also hab ich sie von außen ordentlich befeuchtet und im heißen Backofen aufgebacken.

Das Fleisch hab ich durch den Wolf gedreht, gleich mit ein paar Wacholderbeeren und zwei Scheiben Speck. Eine halbe feingewürfelte Zwiebel kam dazu, ein paar Brösel vom Schüttelbrot, gemörserte Korianderkörner und Salz und Pfeffer.

Mit feuchten Händen dann die Kullern in entsprechender Größe formen, platt drücken und in einer Pfanne braten.

Jetzt war nur noch die Frage der Sauce zu klären. Auch dabei war mir mein umfangreicher Vorrat mal wieder dienlich. Vor längerer Zeit hatte ich eine Zwiebelmarmelade gekocht (das Rezept hab ich aber nicht mehr im Kopf, aber hier gibts eins, welches meinem ähnlich ist), aber bis jetzt noch keine richtige Verwendung dafür gefunden. Zusammen mit einer Bratprobe vom Fleisch hab ich einen Geschmackstest gemacht und das ganze für sehr stimmig empfunden.

Als dann der Herr Kampi zum Mittagessen nach Hause kam, konnte ich unter seinen erstaunten Augen meinen Burger zusammenbasteln. Beide Brothälften dünn mit der Zwiebelmarmelade bestreichen, dass Fleisch drauf, ein paar Scheibchen Lauchzwiebel und als optisches und geschmackliches Highlight ein in Kräuterbutter gebratenes Wachtelei drauf.


Die Brötchenhälften musste ich zwar mit einem Spießerchen zusammenhalten und es aß sich auch ein wenig kompliziert, da das Brot schön knusprig war. Aber es war eine sehr gelungene Komposition, die uns in Urlaubsstimmung versetzt hat. Es fehlte vielleicht ein Glas Rotwein dazu. Aber das Essen war so schnell auf dem Tisch, dass der Wein aus dem Keller einfach nicht die richtige Temperatur hätte annehmen können. Aber auch ohne hat es uns ganz großartig geschmeckt.

Und somit reiche ich diesen Burger Südtiroler Style...Mc Holladrio oder wie er auch immer heißen soll als meinen Beitrag für das monatliche Event ein.

Blog-Event LXXII - Burger Battle (Einsendeschluss 15. November 2011)

Kommentare:

Wolfgang hat gesagt…

so eine Idee kann nur von dir kommen, finde ich den gut!

Juliane hat gesagt…

Holladidödeldü! Sehr schön, gefällt mir gut! Eine tolle Kombination.

Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane

Barafra hat gesagt…

Super, eine tolle Burger-Idee, Sandra, und so rasant verbloggt, ich bin ganz baff. Da hapert's bei mir momentan, das Ganze schnell zu "Papier" zu bringen. Wenn auch immer tausend andere Sachen zu erledigen sind.

Liebe Grüße und ein juchzender Jodler von
Barbara :-)

Dzoli hat gesagt…

So macht mMan manchmal unerwartet die besten Sacjhen.Toll:)

C. K. hat gesagt…

So etwas kann wirklich nur von Dir kommen, liebe Sandra. Wozu man die leckeren Vinschgerl so alles verwenden kann. Und dann noch Zwiebelmarmelade! Ich muss gleich mal weiterstöbern!
LG, Christiane

anie's delight hat gesagt…

Super Idee mit den Vinschgerln. Die sollte ich in der Version mal meinem Südtiroler vorsetzen. Mal sehen was er dazu sagt. :D
LG Steffi

...Frau Kampi... hat gesagt…

@Wolfgang,
wieso kann so eine Idee nur von mir kommen? *lachenddoffrag*

@Juliane,
es war in der Tat eine tolle Kombination. Alles zusammen hat sehr gut gepasst und geschmeckt.

@Barbara,
ich geb ja zu, dass ich auch nicht immer so schnell mit dem Verbloggen bin. Aber das wollte ich keinem vorenthalten. Sonst hätte ich es auch wieder ewig vor mir hergeschoben und dann doch nicht drüber geschrieben. Aber ich mach mir da keinen Stress mehr. Es zwingt mich ja keiner, regelmäßig was zu schreiben.

@Dzoli,
da hast du vollkommen recht. Und improvisieren kann ich ja besonders gut.

@CK,
probier es mal aus. Es geht sicher auch mit normalem Rindfleisch. Und danke fürs reinschauen. Grüße nach DD

@Steffi,
ja, setz sie ihm deinem Schatz mal vor. Du sitzt ja quasi an der Vinschgerl-Quelle. Würde mich echt interessieren, was dein Südtiroler davon hält.

Heike hat gesagt…

Mhhh, ich hatte doch heut morgen...?
Ach egal, nochmal:

SUPER IDEE!

DER Ralf hat gesagt…

Wer kann, der kann. Sehr kreativ Frau Kampi. Die Idee mit den Wacholderbeeren im Fleisch finde ich mehr als spannend.
Grüße, Ralf

uwe@highfoodality hat gesagt…

Tolle Präsentation! Gefällt mir wirklich sehr! Besonders die Zwiebelmarmelade würde mich in Kombi interessieren...

Alice hat gesagt…

Das ist doch mal ein cooler Burger und der passt so gut zu den Kampis! ;-) Find i echt guat!

fitundgluecklich hat gesagt…

war ja zuerst auch nicht so meines der event, aber hat doch was wenn man dann erst mal dabei ist!! ist toll geworden deine kreation, einfach zum jodeln ;-)

...Frau Kampi... hat gesagt…

@Heike,
da hat wohl Blogger wiede rmal was gegen Kommentare gehabt. Was solls. Mir gefällt die Idee auch. ich machs auf jeden Fall wieder mal.

@Der Ralf,
dein Lob freut mich sehr. Und das mit den Wacholderbeeren schien mir die einfachste Variante.

@Uwe,
ich kann nur sagen probiers aus oder komm das nächste mal vorbei!

@Alice,
wenn Burger, dann nur der! :-)

@fitundglücklich,
ich lass mich durch Events nie unter Druck setzen. wenn sie mir gefallen und mir was einfällt, mach ich mit. Und wenn nicht, dann bleibts!