Donnerstag, 16. Februar 2012

Wintergemüse für Bushcook

Pause war hier...ihr habts sicher gemerkt. Und Schuld ist mein Laptop! Die Festplatte hat sich verabschiedet. Ich hoffe, ein Garantiefall...

Jetzt sitz ich hier vor meinem kleinen Netbook. Darauf ist eigentlich alles, was ich brauche...nur leider keines meiner aktuellen Bilder, die ich in letzter Zeit mit meiner Küchenknipse gemacht hab.
Grrr...gefällt mir nicht! Gar nicht.  Ich hatte doch so einige Posts im Kopf, die ich veröffentlichen wollte. Dazu gehörten eben auch ein paar Schnappschüsse.
Alle anderen Fotos sind da. Die hat ja Herr Kampi gemacht und auf seiner Festplatte gespeichert.
Das schreiben macht auch nicht wirklich Spaß...der Bildschirm ist zu klein. Und eigentlich wollte ich doch auch noch ein wenig an meinem Layout basteln. Aber das muss jetzt erstmal warten.

Leider hab ich es auch nicht geschafft, an Bushcooks Event teilzunehmen. Wintergemüse war gefragt.
Das war eigentlich genau mein Thema.
Ich hab mich entschlossen, obwohl das Event schon abgeschlossen ist und auch die Gewinner schon ermittelt sind (Gratulation!), dennoch noch was dazu zu schreiben.
Wir haben ja schließlich noch Winter.

Und was wir, die Familie Kampi, schon sehr lange nicht hatten, ist Lamm.

Ich geh ja sehr gerne auf den Wochenmarkt. Jeden Freitag. Da ist der Wagen vom Geflügel-Steinert ein Muss. Da kauf ich mein Suppenhuhn und meine Eier. Manchmal Maishuhn, Perlhuhn, Wachteln, Ente... Da ist auch der Frischling her und das ganze Reh, welche im Moment im TK ruhen. Der Junior-Chef scheint ein kreativer Mensch zu sein. Der hat sich die Entenbratwürste einfallen lassen, die wir sehr gut finden. Und auch die ein oder andere leckere Angelegenheit.
Ein absolutes Plus dieser Einkaufsquelle ist auch der Verkäufer. Er ist ein Talent!!!
Ich mag ihn sehr gerne. Der weiß doch mittlerweile, das ich was ehrliches haben will.

Und so hat er mir letzte Woche, unentschlossen wie ich mal wieder vor dem Wagen stand, genau das richtige empfohlen. Eine Lammkeule. Die Tage vorher frisch geschlachtet. Nix eingefroren...nix importiert.
Ich konnte nicht anders, die musste mit.

Die Begeisterung meiner Familie hielt sich so ziemlich in Grenzen...mit Lamm hatten meine beiden Männer nicht gerechnet. Aber mir ist das so ziemlich egal.

Irgendwas mit Kartoffeln war dann noch die einzige Vorgabe von Herrn Kampi...na gut, keine Tomate dazu wolle er auch.
Oooch...wenns weiter nichts ist!

Die Keule hab ich dann mal schon am Samstag mit Rosmarin, Knoblauch, Pfeffer und Olivenöl eingerieben und in Folie eingepackt im Kühlsachrank marinieren lassen. Am Sonntag kam das Stück, so wie es war in den Ofen bei etwa 100°C.
So hatte ich Zeit alles andere zuzubereiten.

Spitzkohl wollte ich dazu...
Den Kohlkopf hab ich kleingeschnitten. Etwas Speck in der Pfanne ausgelassen, die Kohlstreifen zugegeben und angeschwitzt.

Hab ich schon erwähnt, dass ein Topf mit Hühnerbrühe schon heiß auf dem Herd steht? Ach egal!
Der Kohl wurde mit Weißwein abgelöscht und mit etwas von der Brühe abgelöscht und garziehen gelassen.


Möhren sollte es noch dazu geben. Also die Rübchen schälen, in eine Pfanne geben, mit Zucker und Salz bestreuen, etwas Butter dazu und sanft erwärmen. Wenn der Zucker karamellisiert ist, mit einem Schluck Brühe ablöschen und sanft garen und dabei mit der Flüssigkeit glasieren.


Und jetzt das Highlight neben dem Fleisch...das Kartoffel-Petersilienwurzel-Risotto. Das ist weniger schwierig, als ihr denkt.
Das geht im Prinzip genau so wie jedes normale Risotto. Nur mit Kartoffeln eben.

Dieses Mal hab ich die Kartoffeln relativ klein geschnitten. Etwa so Brunois-Größe. (ich hab es aber auch schon mit größeren Kartoffelwürfeln gemacht)
Die Petersilienwurzel in der selben Größe. Das Verhältnis zwischen Kartoffel und Petersilienwurzel war in etwa 3:1

Schalottenwürfel hab ich zuerst in einem Topf angeschwitzt...diese dann gesalzen, die Kartoffelwürfel zugegeben und und nachdem die genau so glasig sind, wie der Reis bei einem Risotto, das ganze mit Weißwein abgelöscht. Dann immer wieder mit der vorbereiteten Brühe abgelöscht, gerührt, reduziert, aufgegossen, gerührt, reduziert, aufgegos........naja, wie bei einem Risotto eben. Irgendwann auch die Petersilienwurzelwürfel zugegeben.

Die Lammkeule hab ich mittlerweile mit etwas rotem Port angegossen und mit dem entstandenen Sud immer wieder überschöpft. Bei einer Kerntemperatur von 58°C hab ich sie aus dem Ofen genommen und von allen Seiten angebraten. Dann durfte sie weiter im Ofen schön vor sich hin wärmen...

Den entstandenen Sud hab ich durch ein Sieb in ein Kasserol gegeben und noch etwas reduziert.

Jetzt musste nur noch das Kartoffelrisotto mit Butter (bei mir Rucola-Butter) und Parmesan richtig cremig gerührt und abgeschmeckt werden.

Die Sauce wird mit kalter Butter gebunden, aufgemixt und abgeschmeckt.

Das Fleisch in Scheiben schneiden...salzen, eine Rucolabutter-Nocke obenauf, fertig. Und jetzt einfach nur das saftige rosa Fleisch genießen. HERRLICH!




Die Zusammenfassung des Events und die Gewinner könnt ihr hier nachlesen.

Kommentare:

Restaurant am Ende des Universums hat gesagt…

Ach du meine Güte, jetzt sehe ich diesen Post, das leckere Stück Fleisch, wo ich Lamm doch so gerne mag, und bekomme tatsächlich mitten in der Nacht Hunger!! :-)

...Frau Kampi... hat gesagt…

Man bist du schnell! Gerade erst veröffentlicht und schon schreit jemand HUNGER! Klasse! Freut mich, wenn es dir gefällt!

Gourmet-Büdchen hat gesagt…

klasse Frau Kampi, nur alleine schon das Kraut wäre was für mich... (sabber)

Marion P. hat gesagt…

HMMMMMMMM! Spitzkohl ist toll - mit Speck, Brühe Wein, bestimmt ein Träumchen! Und die Möhrchen - einfach glänzend! Und den Rest hätte ich auch genommen, wie du weißt :-) Grüße an Herrn Kampi!

bushcook hat gesagt…

Liebe Sandra,
danke Dir, für das tolle Gericht. Da ordnet sich das Wintergemüse gerne dieser wunderbaren Lammkeule unter.

Anonym hat gesagt…

Liebe Frau Kampi,

wie lange war denn deine Lammkeule (mit Knochen?, wieviel Gramm) insgesamt im Ofen? Habe genau das selbe morgen Abend auch vor....und bin mir noch etwas unschlüssig, wann ich das Fleisch in den Ofen geben soll...
Herzlichen Dank und liebe Grüße aus München von Zita Fischer

...Frau Kampi... hat gesagt…

@Zita,
so ganz genau kann ich das nicht mehr sagen. Aber ich glaube, mich zu erinnern, dass die Keule etwa 1,5Kilo und sie war so ca. 2Stunden im Ofen. Probiers einfach aus...mit einem Temperaturfühler dürfte es kein Problem sein.