Mittwoch, 25. Mai 2011

Ich bitte euch um Hilfe

Es ist nicht meine Art, Katastrophen heraufzubeschwören. Aber eine solche ist passiert. Ein Feuerteufel hat in dieser Nacht an unserem  Laden gezündelt und hat, soweit wir das in unserer Konfusiotät Zerstreutheit (oder weiß der Geier) beurteilen können, erheblichen Schaden verursacht. Vor allem an unserer Seele und unseren Nerven. Ich habe keine Ahnung, wie es weiter gehen soll. Und da ich hier gerade hilflos dasitze und nicht weiß, was ich noch tun soll, schreibe ich das hier. Rechnet nicht damit, dass ich in den nächsten Tagen fähig bin, irgendetwas zu posten!!!!

Ich hoffe, dass ihr mich versteht! DANKE!!!!

Donnerstag, 19. Mai 2011

alles rot...

...so heißt ein Titel meiner absoluten Lieblingsband. Silly. Hab ich euch glaub ich schon mal erzählt.
Und es dauert auch keine Woche mehr und ich gehe zum Konzert. Was freu ich mich drauf. Das wird ein geiler Mädelsabend, das weiß ich jetzt schon.


Und quasi so zur Einstimmung ist auch mal alles rot bei mir in der Küche.
Nein, nicht weil mir wieder ein Malheur passiert ist. Im Gegenteil! Mir ist was ganz leckeres passiert.


Im Moment geht es ja so richtig los mit den schönen frischen Erdbeeren aus der unmittelbaren Umgebung. Und in zahlreichen Blogs und Küchen grassiert das Sirupfieber. Hier, hier und hier. So auch bei mir.




Angefangen hat es mit dem Rhabarbersirup. Davon hab ich nun schon die 4.Charge gemacht.


Und  ich hab ja von Herrn Kampi eine Art Essig bekommen. Erdbeer+Essig um genau zu sein. Sowas in der Art wollte ich auch haben und machen, als eine Art Sirup-Essig für Salate oder dergleichen.


Da musste also zuerst mein Holunderblütensirup vom letzten Jahr und der aktuelle Rhabarbersirup herhalten. Beide hab ich jeweils zu 1:1 mit Weißweinessig gemischt. Ziemlich lecker.


Aber ich wollte es noch ungewöhnlicher haben. Und so hab ich einfach mal die Frage bei Facebook gestellt, ob sich jemand eine ungewöhnliche Sirup-Kombi vorstellen könnte. Vielleicht Erdbeere-Chili. So richtig hat keiner verstanden, was ich wollte. Ich wusste es ja selbst nicht so genau. Sirup mit Essig zu mischen war für die meisten wirklich unvorstellbar. Ich sollte es mit Saft versuchen, so nach der Art von Vincotto.


Hmmm, aber ein richtiges Rezept für die Herstellung von Vincotto hab ich nicht gefunden.
Und so hab ich ein wenig experimentiert.


Zuerst hab ich mit den Erdbeeren einen Saft gekocht. Ein Kilo Erdbeeren uund ein Liter Wasser. Die Früchte bis zur Unkenntlichkeit zerkocht. Ein bisschen tat es mir ja leid um die köstlichen Beeren (ja ich weiß, dass es eigentlich Sammelnussfrüchte aus der Familie der Rosengewächse sind!). Wenn das jetzt nichts wird?
Das ganze wurde dann durch ein Mulltuch gejagt und durfte auf dem Herd weiter einreduzieren.


In einem anderen Topf hab ich dann etwas Zucker karamellisiert und mit Port abgelöscht. Ich hab weißen nehmen müssen, da der rote leider alle war.
Dazu hab ich 250ml des Erdbeersaftes und 250ml Weißweinessig gegossen. Das Ganze durfte jetzt zu einem Sirup einkochen. 
Dabei muss aber das Fenster offen sein. Und du darfst auch nicht die Nase über den Topf halten!!!!


Eine getrocknete Chilischote hab ich hineingetan. Ich wollte ja was scharfes!


Und immer wieder probiert... Damit es auch ja nicht zu scharf wird. Wird es aber nicht! Eine gewisse Grundschärfe ja...aber zu scharf nein.
Und immer weiter und weiter reduziert.


In der Zwischenzeit hab ich natürlich auch weiter an meinem Erdbeersirup gearbeitet.
So schwer ist das ja nicht. Ich hab mir da ein kleines "System" entwickelt:
Ich stell erst mal nen Saft, Aufguss oder ähnliches her. Das lass ich dann je nach Gusto soweit einreduzieren, bis es das gewünschte Aroma hat. Dann wieg ich das ganze und misch die Hälfte des Gewichts in Zucker unter und koch es auf, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben.


Und da mir ja meine Reduktion  fast angebrannt ein wenig zu sehr einreduziert war, hab ich es mit dem Sirup wieder aufgegossen. 


Und was soll ich sagen? Es ist ein echt tolles Endprodukt rausgekommen.Dickflüssig, cremig, erdbeerig, süß-sauer...LECKER!
Ich hab die Flüssigkeit in eine Balsamico-Creme-Plaste-Spritzflasche gegeben.


Und mittlerweile ist das Zeugs der Standard, wenn es um Spargelgerichte geht. Ich verwende es genauso wie eine Balsamico-Reduktion. Zum Beispiel statt Essig und Zucker in einer Vinaigrette. Für einen Salat aus Spargel, Erdbeeren und Basilikum.




...oder als Topping auf gebratenem grünen Spargel, oder zu Rucola-Salat mit Fisch.


Ich könnte es mir aber auch so als Gegenpart zu nem leckeren Eis vorstellen. Ich kann da nur (noch) nichts ausprobieren...die Eismaschine fehlt *mal ganz schön mit dem Zaunpfahl wink*
 





Montag, 16. Mai 2011

Ziegbert und Siglinde im Grünen

Keine Angst, das wird jetzt hier keine Geschichte frei nach Heidi und ihrem Ziegenpeter Geißenpeter. Obwohl der Herr Kampi und ich ja die Berge mögen, ja eigentlich so richtig lieben.

Aber meine beiden sind genauso ein Dreamteam wie das kleine Mädchen und ihr Peter. Und sie lieben das Grüne genau so wie die beiden Hauptakteure aus dem Roman von Johanna Spyri.

Ihr fragt euch jetzt sicherlich von wem ich hier rede.
Nein, es gibt in unserem Freundeskreis keine Siglinde. Und auch keinen Ziegbert. Der wäre auch echt gestraft mit der Schreibung seines Namens.

Die Lösung liegt mal wieder in meiner Küche. Habt ihr euch schon gedacht, oder?

Siglinde ist die Kartoffelsorte. Die habe ich bei  meiner Lieblingsgemüsehändlerin gekauft. Als neue Kartoffel.
Und Ziegbert lag gleich unmittelbar daneben im Kühlschrank. Ziegbert, seines Zeichens ein Ziegenkäse vom Ziegenhof im benachbarten Lauterbach. Daneben lag noch eine Zieglinde, die aber dieses mal  nicht mit durfte. Hätte vielleicht Streit mit der anderen Dame gleichen Namens aber anderer Schreibweise gegeben.


Jedenfalls hab ich die beiden auf einem Teller vermählt.
Die Kartoffeln wurden zu Pellkartoffeln. Der Käse quer halbiert. Aus einem Esslöffel würzigem Honig, gehackten Pinienkernen und Semmelbrösel hab ich eine zähe Kruste gerührt und auf den Käsehälfte verteilt, ein Zweig Thymian drauf und ab damit zum Überbacken in den heißen Ofen.

Da meine Gemüsehändlerin ein Auge für was besonderes hat, hab ich bei ihr Portulak-Salat bekommen. Den hab ich noch nie zuvor auf dem Teller gehabt. Rucola hat sie meist frisch im Angebot. Die beiden hab ich zu einer grünen Beilage vereint. Jetzt wollte ich noch etwas fruchtiges. Und so hab ich aus meinem Erdbeere+Essig, ein wenig Senf zur Bindung und Olivenöl ein cremiges Dressing gerührt, das ich nur noch mit etwas Salz abschmecken musste.

Die Kartoffeln hab ich nach dem Pellen in etwas Bärlauchbutter geschwenkt, die noch im Kühlschrank war. Der Käse kam genau auf den Punkt aus dem Ofen. Er fing gerade an zu zerfließen und die Kruste war schön braun.


Hmmmm und geschmeckt hat es!

Ziegbert und Siglinde sind doch ein Traumpaar!