Dienstag, 19. Oktober 2010

wieder zu Hause...

Da sind die Kampis also wieder aus ihrem Urlaub zurück in Sachsen. Es war ein wirklich schöner Urlaub in unserer zweiten Heimat Südtirol. Das Wetter war ja auch dementsprechend.




Nein ich habe mich nicht alleine im Urlaub gelangweilt.Das sieht nur so aus.Ich habe nur überlegt, wie ich den Herrn Kampi nach seiner Besteigung des Sarner Weißhorns so richtig kulinarisch verwöhnen könnte.
Bei den guten und frischen Lebensmitteln macht das kochen ja auch richtig Spaß.
Auf unserer Wanderung zu den Geisler-Spitzen habe ich eine kleine handvoll Preiselbeeren gesammelt (und in den Trauttmannsdorfer Gärten habe ich mir ein paar Kräuter gemobbst- aber nicht weiter sagen!!!)

Ich habe eine Ochsenherz-Tomate gehäutet und mit Kräutern, Knoblauch und Olivenöl im Backofen bei niedriger Temperatur konfiert. 

In einem Pfännchen habe ich einen Teelöffel Kastanienhonig karamelisiert und die Preiselbeeren  (etwa eine halbe Espressotasse voll) zugefügt und gleich mit Grappa abgelöscht. Die Flüssigkeit wegreduzieren lassen und mit einem Schluck kräftigen Rotwein aufgegossen und wieder einreduziert. Diesen Vorgang habe ich wiederholt, bis etwa eine halbe Flasche von dem Wein in der Soße verschwunden war und diese eine schöne dunkle Farbe und eine dickflüssige Struktur hatte. Ich habe noch mit etwas Honig nachgeschmeckt und mit etwas Olivenöl zu einem Dressing verrührt.
In zwei Stücken Schweinefilet habe ich mittig ein Loch gebohrt. In einem Filet"Loch" habe ich eine Mischung aus kleingehackten Taggiasca-Oliven, etwas Parmesan und einem halben zerriebenen Rosmarin-Grissini gestopft, während das andere mit Algunder Frischkäse mit Rucola und Parmesan befüllt wurde.
Beide Fleischstücken habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt, schön angebraten, mit Weißwein abgelöscht und mit Salbei und Knoblauch in der Pfanne im Ofen gar ziehen gelassen.


Raddicchio habe ich in Streifen geschnitten, mit dem in Scheiben aufgeschnittenen Fleisch angerichtet und das ganze großzügig mit dem Preiselbeer-Rotwein-Dressing beträufelt. Der Herr Kampi hat dazu noch eine Scheibe der konfierten Tomate bekommen. Als Beilage gabs in Scheiben geschnittene Laugenbrezel in Olivenöl goldgelb gebraten.

Und weil uns die Soße wirklich so ausgezeichnet geschmeckt hat, habe ich zu Hause das ganze noch einmal wiederholt. Ein paar Preiselbeeren hab ich noch auf unserer Wanderung zu den Stoanernen Mandlen gefunden.
Dazu gab es dann am Sonntag mittag schönes amerikanisches T-Bonesteak, bei Niedrigtemperatur gegart. Und ein Zitronenrisotto. Dieses habe ich aber nicht mit Zitronensaft und frisch geriebener Zeste gemacht, sondern mit der Schale selbst eingelegter Salzzitronen. Und da ich keine Brühe mehr im Vorrat hatte, hab ich aus Bio-Gemüsebrühe-Brühwürfeln und ein paar Scheiben Südtiroler Speck einen würdigen Ersatz gefertigt, der geschmacklich sehr gut zum Aufgießen des Risottos geeignet war. Den Radicchio habe ich in der Pfanne in etwas Butter mit Kastanienhonig angehen lassen.













Es war ein schöner Urlaubsausklang und ein herzliches Wiedersehensessen mit dem junior. 

Kommentare:

bioblog-weissig hat gesagt…

Hallo Familie Kampi,

wieder daheim - herzlich Willkommen im Sachsenländle, ich freue mich riesig auf neue Zeilen von Familie Kampi.

Einen schönen Mittwoch sachsenintern,
liebe Grüße,
Karin

Täglich Freude am Kochen hat gesagt…

Die haben im Trautmannsdorf genug von dem Zeugs, da darf man schon was mopsen:)

Freundin des guten Geschmacks hat gesagt…

Hallo Sandra, schön, wieder von Dir zu lesen.
LG aus Porto Santo, Monika