Dienstag, 24. August 2010

Nur kein Neid!!!

Schaut mal, was ich schon wieder hier habe!!!

Die hat der Herr Kampi gefunden. Dafür hat er nicht einmal eine halbe Stunde gebraucht. Zur Zeit schießen die Pilze wirklich wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem feuchten Waldboden. Nachdem wir ja schon Rezept Nummer eins gekocht und verspeist haben, kommt heute Lieblingsrezept Nummer zwei dran:

Steinpilzeintopf

Dafür hab ich mal wieder meine Küchenkladde mit den alten Rezepten bemüht.


Und das geht so:

Von einem 200gr Stück Schinkenspeck die Speckschicht ablösen und in feine Würfel schneiden. Diese in einem Topf auslassen. Dann 3 Zwiebeln würfeln und in dem Fett glasig dünsten. 3 zerkleinerte Knoblauchzehen und den ebenfalls in Würfel geschnittenen Schinken dazu geben. Ich füge an dieser Stelle noch eine kleine Handvoll getrocknete Pilze dazu.

Und schon zieht eine aromatische Duftwolke durch die Küche und macht Appetit.
Jetzt gebe ich die Gewürze dazu: ein paar zerstoßene Fenchelkörner, etwas Salbei und Rosmarin, einLorbeerblatt und etwas Chili. 
Jetzt wird die Aromawolke noch intensiver, gut das wir schon zu Mittag gegessen haben.
Jetzt das ganze mit einem kleinen Schlückchen Weißwein oder Noilly Prat ablöschen. Aber nicht zu viel, da jetzt noch eine Dose (400gr) Tomaten dazukommt, die ja noch weitere Säure mit ins Spiel bringen. 
Aufgefüllt mit etwa einem Liter guter Fleischbrühe (Fond?) und zwanzig Minuten vor sich hinsimmern lassen.Ich salze jetzt noch nicht, da der Schinken ja schon würzig ist.
Während die Grundsuppe kocht, schneide ich die Steinpilze in nicht zu feine Scheiben und brate sie in der heißen Pfanne portionsweise an. Die Pilze werden dann in die Suppe gegeben und das ganze abgeschmeckt.

Im Originalrezept werden noch 200gr in Stücke geschnittene Kirschtomaten kurz vor dem Servieren hinzugegeben. Aber mir ist die Suppe tomatig genug. Der Herr Kampi ist dagegen der Meinung, das die Tomaten durchaus noch von Nöten wären, er bekommt sie auf den Teller.
Jetzt nur noch ein wenig gehackte Petersilie dazugeben und auf dem Teller mit geriebenem Parmesan oder Pecorino bestreuen.
Nur noch eine schöne geröstete Brotscheibe dazu, lecker!

Das ist so eine richtige typische Herbstsuppe, die Körper und Seele wärmt.



Kommentare:

Freundin des guten Geschmacks hat gesagt…

Boh..narürlich bin ich neidisch. Früher hat mein Vater immer Pilze gesammelt. Leider ist er nicht mehr da und die Pilze findet jetzt ein Anderer.

Isi hat gesagt…

Nur kein Neid, du bist gut... ich gönne es Euch, meine Lust auf "in die Pilze gehen" wird jetzt aber immer stärker...

Peter hat gesagt…

Wenn ich sie nur auseinanderhalten könnte! Selbst Steinpilze habe ich in Dänemark mit ein paar sehr bitteren verwechselt. Mir bleibt nichts anderes übrig als zu warten bis sie auf dem Markt sind. Noch gab es da, außer Pfifferlingen, nur wenig.

Mit neidischem Blick auf den Korb
Peter

Barbara hat gesagt…

Sachsen scheint die meisten Steinpilze zu haben! Ich bekomme schon seit Jahren immer Informationen über Riesenexemplare aus dem Vogtland, finde selbst aber nie welche... ;-)

Nein, nicht neidisch, ein paar haben wir auch gefunden - in Bayern. :-)

Barbara hat gesagt…

Mein Mit-Pilzsammler stand gerade hinter mir und meinte nur "NEID". ;-)

Täglich Freude am Kochen hat gesagt…

Bei uns gibt es momentan auch sehr viele Steinpilze. Norbert hat neulich in einer 1/2 Stunde einen ganzen Sack voll nach Hause gebracht. Herbstsuppe ist gut, bei uns hat es noch 30° im Schatten

Xenia hat gesagt…

Die besten Freunde meiner Eltern waren auch Pilze sammeln. Ihre Ausbeute war unglaublich, solche Steinpilze habe ich noch nie gesehen. Eine Kappe hatte 30 Zentimeter Durchmesser und bestimmt 10 mit 15cm Durchmesser. Da ist Neid angebracht. Und das waren wirklich Steinpilze kein Witz.

Suse hat gesagt…

Pah! Ich sach da nix zu...

ICH WILL AUCH STEINPIlZÄÄÄÄÄ *heul*

Arthurs Tochter hat gesagt…

Bin aber trotzdem neidisch! So!
Die Evolutionstheorie von François Lelord vertritt die These, dass ..."Neid begünstige insbesondere die Entstehung von Ehrgeiz, um durch eigene Anstrengungen und eigenen Erfolg mit dem „Beneideten“ gleichzuziehen."

Also selber sammeln! :)

Toni hat gesagt…

Nee, kein Neid. Steinpilze sind doch sowas von überbewertet...

Schnüff!

Schnick Schnack Schnuck hat gesagt…

Man müsste sich wohl nur mal reintrauen, in die Pilze. Gefunden hab ich schon einige, nur hab ich sie dann doch lieber stehen lassen.