Sonntag, 22. August 2010

Was denn? Schon wieder Sonntag?

Das Wochenende ist schon wieder da, schneller als gedacht.
Draußen lacht die Sonne. Das tut so richtig gut nach dem vielen Regen und der stressigen letzten Woche.
Leider hatten wir nicht so richtig Zeit uns damit auseinanderzusetzen, was wir denn nun am Sonntag essen würden. Und wir haben es nicht geschafft in die Metro zu kommen. So muss ich mir was einfallen lassen.

Was kann man aus den Sachen zaubern, die der Wochenmarkt und die umgebenden Händler so zu bieten haben. Drei Kohlrabi, zwei Zucchini und ein paar Schalotten finden den Weg in meine Küche. Und der Herr Kampi schlägt Forelle vor.
Wir haben ja im Nachbarort eine Forellenzucht (hatte ich glaub ich schon mal irgendwo erwähnt), frischer kann man Fisch bei uns in der Gegend nicht beziehen.
Daraus lässt sich doch was machen.

Zuerst hab ich die Kohlrabi ausgehöhlt und das Innenleben mit Schalotten und Knoblauch angeschwitzt und mit Weißwein und meiner guten Rinderbrühe (-fond, -jus???) aufgegossen und weich gedünstet. Anschließend püriert, durchs Sieb gestrichen und mit Sahne aufgegossen. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer. Ein paar Streifen Räucherlachs in die ausgehöhlten Kugeln gegeben, das Süppchen eingefüllt, ein paar Tropfen Zitronenöl obenauf und ein paar Croutons. Und fertig war unser leckeres Vorsüppchen!

Für die Hauptspeise hab ich mir zuerst einen Nudelteig mit Sepiatinte vorbereitet. Dafür 150gr Mehl und 150gr Hartweizengries mit drei Eiern, Sepiatinte, etwas Olivenöl und ein paar Tropfen Wasser zu dem Teig formen. Ich hatte im Kühlschrank nur noch zwei Tütchen der Tinte. Dachte erst, die Nudeln werden nur grau, aber die Menge hat ausgereicht, um sie schwarz wie Schuhsohlen (O-Ton Herr und junior Kampi) zu färben.
Daraus hab ich dann mit Hilfe meiner guten Imperia schöne breite Bandnudeln  gemacht. Das Kochen der selben brauche ich hier ja niemandem näher zu erläutern!!!

Der Herr Kampi hat dann mal wieder seiner Leidenschaft gefrönt, die Fische zu filetieren.
Aus den Karkassen hab ich dann mit Hilfe von Suppengemüse, Pernod, Weißwein und Wasser einen Fond gezogen. Dann hab ich Schalotten und Knoblauch angeschwitzt,  abgelöscht mit Noilly Prat und mit dem entstandenen Fond aufgegossen, etwas Sahne und Safran zugegeben und das ganze vor sich hinköcheln und einreduzieren lassen.

Die zwei Zucchini zerteilen, Kerngehäuse entfernen, in Würfel schneiden und mit Salz und Zucker marinieren.
Diese Würfel hab ich dann in der sehr heißen Pfanne kurz angebraten und mit etwas Limettensaft abgeschmeckt.
Jetzt brauchen die Forellenfilets nur noch mit Salz und Pfeffer gewürzt und die Hautseite leicht gemehlt zu werden. In mit Thymian, Knoblauch und Chili gewürztem Öl anbraten und im Ofen gar ziehen lassen.
Alles muss jetzt nur noch auf dem Teller schön angerichtet werden und schon haben wir den Sommer auf dem Teller.

Ich muss sagen, für nicht geplant und nicht vorbereitet, hatten wir doch ein ganz ordentliches Sonntagsmenü.
Die restlichen Kampis haben die Köchin gelobt, was will man mehr.

Und weils so lecker war, hier nochmal der Teller von oben. Der Herr Kampi hat sich mal wieder alle Mühe gegeben, das ganze ordentlich aufs Bild zu bringen.


Auch ihm gebührt an dieser Stelle mal ein ganz dickes Lob!!!

Kommentare:

Freundin des guten Geschmacks hat gesagt…

Ein sehr feines Menü. Gut geplant und noch besser ins Bild gesetzt.

Toni hat gesagt…

LOOOOOOOB an Herrn Kampi :)!!! Und auch an die Köchin, die so schön improvisiert hat. Solche ungeplanten Essen sind oft die besten.

...Frau Kampi... hat gesagt…

Danke ihr lieben fürs Lob, auch von Herrn Kampi!

Isi hat gesagt…

Schaut fein aus...Solche Safransaucen mag ich total gerne.

My Kitchen in the Rockies hat gesagt…

Ein sehr gut aussehendes Fischgericht. Das wuerden wir uns auch schmecken lassen.

Täglich Freude am Kochen hat gesagt…

Schaut alles total lecker aus. Die Suppe im Kohlrabi-Gehäuse zu servieren ist eine gute Idee. Ist das Aushöhlen eine große Arbeit? Bei uns gibt es Sonntags meistens schnelle Küche, da wir fast immer auswärts sind. Dafür wird die ganze Woche gekocht wie wild:)