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Mittwoch, 10. Dezember 2014

...zwischen-Herbst-und-Winter-Vorweihnachts-Salat...

So langsam gehts auf Weihnachten zu...ist dir schon danach?

Der Herbst, der ein wirklich langer und schöner war, ist, zumindest wettertechnisch noch nicht so wirklich rum. Und doch gehts jetzt in den Endspurt des Jahres.
Na gut, bei uns hats heute dann doch geschneit, aber der Wetterbericht sagt, dass das Winter-Intermezzo nur ein kurzes ist.

Du hast schon das Menü für die Festtage geplant? Vielleicht auch das ein oder andere Rezept ausprobiert?
Vielleicht hast du auch noch so ein paar Fragmente aus der Herbstküche in deinem Vorrat...

Schau einfach mal in deinen Kühlschrank! Da ist doch noch ein Stückchen Hokkaido, was vor sich hindümpelt und eigentlich schon lange nach Verarbeitung schreit!
Von den Maronen, die du zum Auspobieren der Maroni-Suppe fürs Feiertagsmenü eingekauft hast, ist auch noch was übrig.

Und da du dich jetzt noch schnell kalorienarm ernähren wolltest, um für die "fetten" Tage gerüstet zu sein, ist da auch Feldsalat und etwas vom Radicchio im Gemüsefach.

Das sollte jetzt alles mal irgendwie weg...auf den Teller...oder?

Was hast du noch da? Nen Rest Lauch? Einen Apfel? Gut!
Dann kaufste noch ein bisschen Schinken. Südtiroler ist gut...Schwarzwälder tuts aber auch.

In deinem Mörser (oder wo auch immer du deine Gewürze zerkleinerst) zerreibst du ne Mischung aus Fenchelsaat, Korianderkörner, Salz und Zucker...und wenn du es gerne scharf hast, auch etwas Chili.
Den Kürbis würfelst du, ab in ne Pfanne und von der Würzmischung dazu. Alles sanft braten.
Den Lauch schneidest du in Streifen und gibst sie zum Kürbis dazu. Magst du Knoblauch? Dann auch rein damit!

Die Maronen kannst du auch schon mal klein schneiden und in einer anderen Pfanne ein wenig anrösten.

Jetzt hast du Zeit, die Salate kleinzuzupfen.
Klöppel dir ein Dressing aus Senf, Balsamico, Olivenöl, Salz und Zucker.

Der Kürbis ist weich? Dann würfel den Schinken und gib ihn dazu. Stell aber die Hitze runter, damit er nur seinen Geschmack entfaltet. Dann kommt noch der fein gewürfelte Apfel und die Maronen dazu und du schwenkst alles noch mal durch. Und schon kannst du anrichten.

Unten den Salat und dann die Kürbis-Lauch-Maronen-Schinken-Apfel-Mischung. Alles mit dem Dressing überträufeln.

Wenn du jetzt so ein richtig eingefleischter Südtirol-Fan bist wie ich (oder ne gute Bezugsquelle kennst), dann hast du Vinschgerl da, die du in Scheiben schneidest und kurz anröstest. Die reichst du zu diesem Salat dazu...



...und bist glücklich!!!!!!!

Und jetzt darf auch Weihnachten kommen.



Mittwoch, 10. Oktober 2012

Metro, die Zweite...zum Ersten

So ne Herausforderung ist wirklich ne Herausforderung! Ich sag euch!

Irgendwann vor drei Wochen war die Anfrage in meinem Mail-Postkasten: >>>Du hast beim letzten mal gesagt, du würdest gerne wieder mitmachen...gilt dein Versprechen?<<<

Aber ja doch!!!!!! Gerne immer wieder! Metro-Koch-Herausforderung! Da bin ich doch dabei. Es soll ja dieses mal sogar was zu gewinnen geben.


Nach dem Kochevent im Vogtland ein kurzer Anruf und nachgefragt, wann denn die Kiste zur Abholung bereitsteht. 
Sofort, wenn ich mag. 
Also den Herrn Kampi ins Auto gepackt, oder eher andersrum und ab nach Dresden zur nächsten Metro...
Der Chef, mit dem ich verabredet war, nahm gerade (ein sicher köstliches) Mittagsmahl ein, so dass ich etwas warten musste, bis ich zu meiner versprochenen Kiste kam. Die Zeit wurde gleich zum Einkaufen genutzt...wo wir doch schon mal da waren.

Nach ein paar Minuten wurde ich dann per Ausruf an die Information gebeten, wo mir Herr B. freudestrahlend mit der typisch gelben Kiste entgegenkam. Es folgte die obligatorische Frage, wie man denn zu so was komme und was denn genau Foodblogger so machen und warum. Wie immer konnte ich die Frage in der kurzen Zeit nicht wirklich umfassend beantworten, aber Herr B. schien mit meinen Antworten zufrieden zu sein. 
Ein kurzer Blick auf die Zutaten...könnte so passen, dachte ich.

Und das war drin:


  • Filet vom Duroc-Schwein 
  • ein Stück Feta
  • ein Glas eingelegte Kapern
  • ein Glas Senf
  • ein Kilo FRISCHE Pfifferlinge
  • ein Spaghetti-Kürbis (die Vorgabe war: alles, außer Hokkaido...damit es nicht zu leicht wird)
  • ein Riesen-Weißkohl
  • ein Glas Physalis-Konfitüre
  • eine Flasche Rotwein
  • Datteln
  • Popcorn-Mais
  • roter Camargue-Reis
  • ein Glas eingelegter Hibiscus-Blüten 
Passt irgendwie zusammen und irgendwie doch nicht. Aber Lust, wieder ein ganzes Menü wie beim letzten Mal zu kochen hatte ich auch nicht. Gerne hätte ich alle Zutaten in einem Gang vereint, das war mir allerdings dann doch zuviel des Guten.

Schon auf dem Weg nach Hause kreiselten meine Gedanken, was passt wie zusammen, was passt gar nicht zusammen, was muss wie und wann am schnellsten verarbeitet werden.

Zu Hause angekommen einen Packen Zettel geholt und meine Gedanken zu Papier gebracht, verworfen, neu kombiniert. Details offen gelassen, erneut verworfen...Brainstorming mit Herrn Kampi, Details manifestiert, andere wieder verworfen...

Irgendwann musste ich allerdings auch anfangen, mich um die ganzen Lebensmittel in real zu kümmern.
Die Pfifferlinge zuerst. Geputzt mussten sie werden. 
Meist mach ich den Mehl-Wasser-Wasch-Vorgang. Allerdings nur, wenn ich die Pilze gleich verarbeite. Da das dieses mal nicht in Frage kam, hab ich jedes kleine Pilz-Pfitzelchen mit nem Pinsel bearbeitet. Das hatte natürlich den Vorteil, dass es entsprechend lange dauert (so man denn Zeit hat), um über das weitere Vorgehen nachzudenken und, dass ich mit jedem Pilz "per du" wurde und somit eine genaue Sortierung vornehmen konnte...muss gleich weg, muss weg und kann noch.

"Muss gleich weg" hieß: kleinschneiden, in einer heißen Pfanne anbraten, salzen, geditschen Knoblauch und gemörserte Fenchelsaat zugeben. Dann in ein Schraubglas mit Rosmarin-Zweigen und Zitronenschale geben, mit Olivenöl aufgießen und im Kühlschrank vergessen für die nächsten zwei Tage (ob ich diese Variante in mein Menü einbauen wollte/konnte war mir noch nicht gleich so klar)

Was mir ziemlich schnell klar war, es sollte den Feta als Vorspeise geben. Auf meinem Notiz-Zettel steht: Feta im Mantel mit Dingens...Physalis-Konfitüre

Na dann bastel ich also Feta im Mantel mit Dingens, wobei ich mir den Kopf zerbrach, was denn dieses Dingens sein könnte.
Das Popcorn wollte ich zuerst erledigt haben. Aus dem einfachen Grund: Ich hab noch nie welches verarbeitet...und mag es eigentlich auch nicht.

Mein erster Gedanke dazu? Ich mahl das Zeugs und pack den Käse drin ein. 
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir das mahlen erspart und auf Polenta zurückgegriffen ;-)
Aber das war mir zu einfach.

Also machte ich Popcorn. Zuerst probeweise, wie es denn richtig wäre. Der Herr Sohn war Vorkoster.
Nachdem er seinen Segen gegeben hatte, kam ich! 

POPCORN!
Schonmal mit Curry-Salz gewürzt? Kann ich empfehlen! 

Der Feta...auf meinem Schmierzettel stand MANTEL. Die Idee, Käsestreifen zu verpacken lies mich nicht los. Der rettende Gedanke war dann LAUCH. Porree blanschiert und drumrumgewickelt.

Und nu?
...brauchen wir ein Dressing. 
Dafür haben wir die Physalis-Konfitüre. Gemixt mit neutralem Öl, Weißwein-Essig, Salz, Zucker, wenig Senf und etwas Curry-Pulver passt das. 

...und wir brauchen noch ein Bett für den Feta!  

Also wieder Lauch. Diesesmal kleingeschnitten, in einer Pfanne sanfta angebraten und mit Zitronenzeste, einem Spritzer Zitronensaft, Chili, Salz und Zucker sanft ziehengelassen, bis der Lauch gar aber noch schön bissfest war.

Die Zeit hab ich genutzt, den eingepackten Käse von allen Seiten in einer Pfanne nur warm werden zu lassen. Zum richtigen Anbraten war er einfach zu weich und wäre mir aus dem Mäntelchen geflossen.

Der Rest war  ein Kinderspiel. Zumindest was die Vorspeise angeht.
Alles hübsch auf einem Teller anrichten und genießen. 


Optisch schön, aber geschmacklich in der Gänze ein Feuerwerk auf dem Gaumen.  

Das war ein schöner Einstieg. Aber es warteten ja noch mehr Zutaten auf ihre Verarbeitung und ich war jetzt richtig angefixt...

Wie es weiter geht, demnächst in diesem Kino/Blog. Wem zwischenzeitlich die Zeit zu lang ist, der kann ja mal nachlesen, wie  Claus von "nur das gute Zeugs" die Herausforderung gelöst hat