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Mittwoch, 6. August 2014

...was bin ich...

Ja, was bin ich denn? Schau mal genau hin!




Kapern...
Kapern?
Oder doch nicht...vielleicht doch?

Wer für Kapern ist, hebt die Hand...
Sehen so aus, oder?  Aber nicht so ganz.
Wer die Hand nicht gehoben hat, hat auch nicht Unrecht.

Es sind quasi einheimische Kapern. Aus grünen Holunderbeeren.

Schon im  letzten Jahr war ich von der Idee begeistert. Ich liebe Holunder total. Die Blüten mit ihrem Duft, die Früchte, das Holz.
Allerdings hab ich noch immer die Warnung von meiner Oma im Ohr: iss niemals die Früchte roh! Und schon gar nicht, wenn sie noch grün sind!

Tja...und dann tauchten überall die Holunder-Kapern auf.
Bei Robert, der das Rezept bei der Tomatenblüte aufgegriffen hat. Und einige aus der weltbesten Kochgruppe "Käptns Dinner" haben sie ausprobiert.

Ich kann mich noch gut an die Diskussion erinnern: ist doch giftig...kann man das essen...warum überhaupt muss man das machen?

Nachdem alle, die das Rezept im letzten Jahr ausprobierten, nicht nur den Versuch überlebt haben, sondern sich immer noch bester Gesundheit erfreuen, schlug ich mich auf einem Spaziergang mit meinem liebsten Kater in die Büsche. Ich wollte Holunderkapern!

Zurück in meiner Küche hab ich mich ans Werk gemacht.
Ich hab mich noch ein klein wenig im Internet informiert, aber die Rezepte unterscheiden sich nicht wirklich voneinander. Manche legen die grünen Beeren über Nacht nur in Salz ein, andere in Salzlake. Ich hab beides ausprobiert und keinen Unterschied festgestellt. Haltet euch einfach an die Rezepte der beiden oben genannten und ihr seid auf der sicheren Seite.


Die Kapern sind fertig...und jetzt?
Das erste, was mir bei Kapern sofort eingefallen ist, sind Königsberger Klopse.

Und das dachte wohl auch gleich Herr Kampi, als er den Deckel vom Topf lupfte:
"Du hast Königsberger Klopse gemacht, wie schön!"
"Ähm Schatz, Königsberger nicht ganz...aber fast"
"Ja, was ist es denn dann, sieht doch so aus?"




Lachsklopse. Königsberger Art

Zubereitung und Zutaten für uns drei:

300gr. Lachsfilet wolfen
1/2 kleines Brötchen einweichen und ausgedrückt dazugeben
1TL Holunderkapern
4-6 fein geschnittene Sardellenfilets (oder mehr nach persönlichem Geschmack)
Zeste von 1/2 Zitrone
1 kleines Ei (oder nur das Eigelb)
kleingehackte Petersilie
Semmelbrösel bis zur gewünschten Bindung
sowie Salz und Pfeffer miteinander vermischen und kleine Klößchen formen.

Einen Esslöffel Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, einen Esslöffel Mehl unterrühren und eine Mehlschwitze herstellen. Mit einem kleinen Schluck Weißwein ablöschen und sofort kalten Fischfond zugeben...mit einem Schneebesen RÜHREN. RÜHREN. RÜHREN...

Ich hab einen Fond von Süßwasserfisch (Forelle, selbstgekocht) benutzt. Einen Meeresfisch-Fond hätte ich mit etwas Wasser verdünnt, damit das Ganze nicht zu fischig wird.

Weiter RÜHREN, RÜHREN, RÜHREN...
...es soll eine glatte, geschmeidige Sauce entstehen, die mit etwas Salz gewürzt wird. Da hinein kommen die vorgeformten Klößchen. Deckel drauf und sanft etwa 12-15 Minuten ziehen lassen.
Etwas Sahne zugeben.
Abschmecken mit Zitronenzeste und etwas -saft, Pfeffer und einem Hauch Muskat.
Final einen weiteren TL der Holunderkapern, gehackte Petersilie und nach Geschmack auch noch Sardellenfilets zugeben.

Zu den klassischen Königsberger Klopsen aus Kalbfleisch gibts traditionell Kartoffeln. Zu den Fischklopsen passt für mich aber besser Reis...oder einfach nur ein Stück Brot.

Dienstag, 23. Juli 2013

Lachs, rosé und aprikot...

...sind Farben, die es einem nicht wirklich leicht machen.

Während rosé/rosa noch relativ einfach zu definieren ist (weiß und rot in verschiedenen Anteilen gemischt), tu ich mich mit den anderen beiden ziemlich schwer. Was genau ist aprikot-, was ist lachsfarben?

Es könnte vielleicht so in die Richtung hellorange gehen...mit einem deutlichen Anteil an rosé. Oder ist lachs aprikot? Oder aprikot lachs?

Ich weiß es einfach nicht.
Was ich allerdings weiß, die drei zusammen sind ne Hammer-Kombi. Auf dem Teller.

Aprikosen gibts ja jetzt überall. Lachs sowieso.

Und Rosé bekommst du von Dorit.
Sie hat nämlich einfach mal ein paar Flaschen in die Foodbloggerwelt verschickt. Mit der Aufgabe, dass sich der Empfänger was sommerlich leichtes dazu ausdenkt.
Na, da bin ich doch dabei.

Und so hat Dorit den Wein beschrieben:
"Sommerlicher, frischer Rosé mit Aromen die an Wassermelone, Erdbeere und Himbeere erinnern. Dezente Säure, insgesamt ein frischer, fruchtiger Wein der als Aperitif auf der Terrasse oder zu leichten Gerichten wie Salate, Suppen und Fisch serviert werden kann"


Und jetzt stellst du dich mal kurz in die Küche.

Die Aprikosen schneidest du in Scheiben, gibst sie mit einer frischen, kleingeschnittenen Chilischote in eine heiße Pfanne und bestreust sie mit Zucker und einem Currypulver deiner Wahl. Nicht zuviel, die Aprikosen sollen auf jeden Fall noch nach sich selbst schmecken.
Dann löschst du mit Weißwein ab, lässt das ganze aufkochen und ziehst es vom Feuer, damit nix zerkocht. Die Früchte lässt du abtropfen und aus dem Saft machst du ein Dressing. Mit ein klein wenig Senf, etwas Weißweinessig. Wenn du magst etwas Knoblauch. Zucker und Salz.

Paprika passt gut dazu. Halb gelb, halb rot. In etwa gleichen Teilen wie die Aprikosen. Entkernt, gehäutet, sanft in der Pfanne gegart.
Und dann zu den Früchten gegeben.
Mit einem Teil des Dressings mariniert.

Den Lachs schneidest du in Streifen. 10 Zentimeter lang und 2 Zentimeter im Quadrat.
Du weichst Reispapier-Blätter ein. Die kleinen Blätter. Wenn du die großen nimmst, teil sie. Vier Streifen Lachs, ein Blatt. Alternativ kannst du sicher auch Filo-Teig nehmen. Auf jedes Blatt gibst du fein geschnittene Zitronenverbene, Basilikum, Pfeffer und Salz.

Dann wickelst du den Fisch ein und brätst ihn rundrum an. Heiß. Die Hülle soll kross werden, das Innere gerade so glasig. Also nicht wie ich. Da war der Fisch nämlich durch.




Und dann packst du alles mit ein paar Salatblättchen auf einen Teller. Wenn du hast, leg unter den Fisch noch eine Scheibe halb getrocknete Tomate. Vielleicht auch noch ganz kleine Lauchzwiebelchen, ebenfalls sanft angeschmort. Muss aber nicht wirklich sein.

Aber du brauchst nen schönen Rosé dazu im Glas. Vielleicht den von Dorit?

Schönen Sommerabend!






Sonntag, 14. April 2013

Champi für Herrn Kampi...

Ich steh in der Küche..schon den halben Tag! Morgen soll der erste richtige Frühlings-Vorsommer-Hitze-Schönwetter-Tag werden. Wir wollen grillen. Bei unseren lieben Freunden.
Ich koche und  mariniere Rippchen. Mediterranes Gemüse leg ich ein. Putze Spinat und Rucola, koche Kartoffeln...für einen frühlingsfrischen Salat.

Und dann kommt DIE Frage. Herr Kampi schmettert sie in mein Kochloch: WAS essen wir denn heute abend?

?????

Oh m.....
Daran hab ich ja nun überhaupt nicht gedacht.

Kühlschrank auf. Mist. Nix passendes drin.

Wohl oder übel muss ich nun doch noch mal in den Supermarkt. Ich kanns nicht ändern, aber ich muss da jetzt einkaufen.

So ziemlich rat- und ideenlos zieh ich meine Runde. Die großen braunen Champignons machen mir nen recht frischen Eindruck. Das Lachsfilet aus der Frischetheke könnte noch mit (nein, ich mag jetzt nicht darüber nachdenken, ob das political correct ist...)

...in Gedanken lasse ich grad so Revue passieren, was noch im Vorrat ist. Von dem frischen Spinat, den ich doch bei meiner Gemüse-Nadine gekauft hatte wäre was übrig...und vom Rucola...

Dann nehm ich noch diesen Sauerampfertopf mit. Wenigstens Bio-Qualität. Und nen Becher Creme fraiche.
Mehr möchte ich da jetzt nicht kaufen.

Zu Hause...
Herr Kampi hat auf irgendwas Appetit.

"Was gibts denn?"

...weiß nicht...lass mich mal anfangen


Gefüllte Champi für den Kampi? Wär doch was.
Wenn er sich nicht sträuben würde.

"Muss das sein? Mag ich nicht!"

Ich mach einfach!

Ich würfel den Lachs. Ich lasse Schalotten in Butter glasig aus, geb Knoblauch dazu. Ich schneide jungen Spinat in ganz feine Streifen, ich hoble Parmesan, ich reibe Zitronenzeste. Ich mische alles. Ich gebe Semmelbrösel unter und ein Löffelchen Creme fraiche. Ich schmecke alles ab mit Salz und Pfeffer.

Die Champignons reibe ich einfach nur mit nem Küchenpapier ab und breche die Stiele aus. Die werf ich nicht weg, nein. Die kommen bei mir in den nächsten Fond.
Das macht im Geschmack echt was aus...ist aber jetzt hier nicht das Thema.

Die ganze Mischung geb ich jetzt mit nem Löffel in jede Pilzschale. Nebeneinander kommen die in eineAuflaufform. Ein wenig Brühe gieß ich an...und geb alles in den heißen Ofen. So 20-30 Minuten vielleicht.

Herr Kampi schaut wieder in der Küche vobei und mich genau so skeptisch wie fragend an.

Ich wasche nen Mix aus Rucola, jungen Spinatblättern, glatter Petersilie, Sauerampfer und Bärlauch.
Dazu will ich ne Salatsauce.
Also Creme fraiche, Öl, Zitronensaft, Weißweinessig und Senf geshaked. Abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer.

Brotscheiben geröstet...Kressebutter drauf.

Champi auf den Teller...genießen...lecker



  Und der Herr Kampi? Der gefüllte Champignons ablehnt?
...der ist begeistert! Voll des Lobes.

Huihuihui...
...da bin ich aber grad mal so richtig stolz auf mich.













Mittwoch, 16. Mai 2012

...warm(an)gezogen

Eigentlich wollte ich heute mittag nicht groß aufkochen, schließlich geht es morgen für ein paar Tage an den schönen Bodensee. Nachdem es nicht zu warm ist und auch  für die nächsten Tage mal wieder Shit-Wetter angesagt ist, sind wir ganz froh, über den Feiertag mal wieder rauszukommen. Vielleicht ist es dort, weiter südlich nicht ganz so kalt.

Auf meine Frage, nach was denn nun dem Herrn des Hauses heute so gelüstet, kam dann auch prompt die zu erwartende Antwort: "Nix großes, einfach nur das, was weg muss."
AHA!
"Ich habe nichts, was weg muss. Ich hab nichts eingekauft, da wir ja weg wollen."
Er so: "hmmm...was würdest du denn gerne kochen wollen?"

"Lachs!" "Lachs? Ooooch nö...mag ich nicht. Forelle?" "Oooch nö...mag ich nicht!"
Er: "Also gut, ich hol Lachs." Sagts und fährt von dannen.

Was ich im Gemüsefach noch finde, sind eine rote und eine orange Paprikaschote. Die wird gewürfelt, genau wie eine Zwiebel und beides in einer Sauteuse angedünstet. Etwas Knoblauch, Rosmarin, Salz und Zucker dazu, kurz anschmoren und mit Weißwein ablöschen. Etwas Chili durfte noch dazu, für ein klein wenig hintergründige Schärfe. Nachdem alles weich war, hab ich das alles püriert und durch ein Sieb gestrichen. Wem das zu dickflüssig ist, der gießt einfach noch einen Schlück Weißwein oder etwas Wasser an. Zum Abschmecken hab ich ein aromatisiertes Olivenöl mit Mandarine hergenommen. Die Frucht hat das Paprika-Aroma sehr schön angehoben.

Mittlerweile war auch der Herr Kampi mit dem Lachs wieder da (wir haben ja das Glück, dass es ein paar Orte weiter eine Fischräucherei gibt, die frischen Lachs in einer vernünftigen Qualität meist im Angebot hat).
Der Fisch wurde gehäutet, der Tran entfernt und in dicke Tranchen geschnitten.
Auf einen Teller hab ich etwas Fleur de sel und feinen Zucker verteilt, ebenso etwas Pernod. Darauf kamen die Lachsstücke und wurden auch von oben mit Salz, Zucker gewürzt und ein paar Tropfen Pernod beträufelt. Bei Zimmertemperatur hab ich es einfach etwa eine halbe Stunde vor sich hinmarinieren lassen.

Mein Herr Kampi schlich immer wieder durch die Küche, kopfschüttelnd. Vor sich hinmurmelnd, was das denn wohl werden würde und was ich denn nun genau und warum mache. Dabei wusste ich das selbst nicht so genau...
(was ich im Hinterkopf hatte, war da ein Rezept, welches AT vor kurzem verbloggt hat. Mal schauen. Die Idee eines warmgezogenen Fisches hatte mich nämlich da schon fasziniert)

Nebenbei köchelte ein Risotto auf dem Herd. Das macht sich ja fast von selbst, ab und an angießen und etwas rühren. Mit dem Parmesan und der Butter hab ich dann auch noch den Rest vom gebratenen grünen Spargel von gestern untergerührt. Der war noch schön knackig.

Mittlerweile war auch die Pfanne für den Lachs so heiß, dass sie rauchte. Etwas Öl hineingeben, die Fischstücke rasch nebeneinander einlegen, den Mariniersud angießen und sofort vom Feuer ziehen. Das wars schon! Kurz warten, damit der Lachs warm wird (er darf aber auf keinen Fall richtig garen) und auf einem Teller anrichten.


Ich hab noch ein paar Petersilienblättchen mit Knoblauch und neutralem Öl püriert und dann mit Olivenöl ergänzt. Das ganze auf den Teller geträufelt war eine schöne farbliche, als auch geschmackliche Ergänzung.

...und geschmeckt hat es! Wunderbar! Das beste Spontankoch-Esserlebnis seit langem.

Und morgen gehts an den wunderschönen Bodensee...mal schauen, was wir da so erleben. Wer Tipps hat, bitte gerne.

Mittwoch, 11. April 2012

Happy Börsdee und ein Törtchen...

Ja, einmal im Jahr erwischts meinen Herrn Kampi auch...er wird ein Jahr älter. Zumindest sagt das der Kalender.
Selbstverständlich gibt es da auch eine kleine Party im Familien- und Freundeskreis. Und afür sollte mir mein Schatz ein paar Sachen besorgen.

Leider hat es mit dem Geschenk mal wieder nicht geklappt (mittlerweile bin ich da ja ein absoluter Held). Das Buch, welches ich bestellt hatte...seit Weihnachten übrigens...sollte erst ein bis zwei Tage nach dem Geburtstag erscheinen und ich stand mal wieder da.
Also musste wenigstens ein Törtchen her. Blumen waren zwar auch noch im Spiel. Wobei ich mir aber, bedingt durch unseren gemeinsamen Job, nicht ganz so sicher bin, ob er sich wirklich drüber freut.


Nun ist der Herr Kampi nicht unbedingt der Süße. Zumindest, was das Essen betrifft. Ansonsten schon, sonst hätte ich ihn mir ja nicht ausgesucht...aber ich schweife ab.
Es musste also irgendwas handfestes her, mit was ich ihn denn am Mittag auf die Schnelle bekochen könnte. Ein herzhaftes Törtchen fiel mir so auf die Rupps nicht ein.

Ich hatte allerdings reichlich Lachsfilet bekommen. Wenn ich meinen Schatz schon mal zum einkaufen schicke, dann begnügt der sich nicht mit Mini-Portionen.

Das gleichmäßig dicke Stück hab ich abgeschnitten, um es zu beizen für die Party. Blieb also das Schwanzstück übrig, welches nach hinten dünner wird. Das mariniert zu ungleichmäßig.
Das hab ich enthäutet und den grau-braunen Tran abgeschnitten. Es tat mir im ersten Moment schon etwas leid, das Fischfleisch in feinste Würfel zu schneiden. Aber je länger ich drüber nachsann, weil schneiden hat ja was meditatives, umso überzeugter war ich, dass das nur was ganz gutes geben kann.

Von der Messe "Kulinaria und Vinum" in Dresden hatte ich mir sächsischen Gin mitgebracht. Schon als ich ihn dort verkostet hatte, wusste ich, damit muss ich ein Lachstatar marinieren.
Und genau so hab ich es auch gemacht. Etwas Zitronenzeste, Wasabi, Dill, mildes Olivenöl und das fein geschnittene Grün einer Frühlingszwiebel dienten als Würze. Abgeschmeckt mit wenig Salz und einem Hauch Zitronensaft. Perfekt im Geschmack!!!!
So pur ein echter Kracher...aber als Geburtstagsmittagsessensüberraschung ein wenig mager.

Ich hatte noch etwas Basilikum da. Daraus hab ich ein Pesto gemixt. Das geht ja wirklich fix. Man kann es klassisch im Mörser machen (für mich die beste Zubereitungsmethode...siehe hier), aber für die paar Basilikum-Blättchen lohnte sich das nicht wirklich. Ich hab also den Pürierstab genommen. Geht auch schneller!

Aber wie bring ich das denn zusammen?
Ganz einfach. Mit einer Kartoffelsuppe. Hab ich schon erwähnt, dass ich Kartoffelsuppe liebe?


Die Kartoffeln in Stücke schneiden und mit nicht allzuviel Wasser weich kochen, abgießen, ausdampfen lassen und stampfen. Mit Milch und Brühe aufgießen und wieder aufkochen. Das geht auch sehr gut mit Resten vom Kartoffel-Pürree.
Ich mag in der Suppe sehr gerne roh geraspelte Möhre mit drin. Und dieses mal auch Petersilienwurzel. Aber nicht mehr zerkochen lassen...das Gemüse sollte schon noch ordentlich  Biss haben. Abschmecken mit Salz und Muskat. Mehr ist wirklich nicht nötig.

Und was hat das ganze mit einem Törtchen zu tun?

Ganz einfach, die Anrichtweise. Zumindest, wenn du ein wenig Fantasie hast.
Einen Servierring in die Mitte eines nicht zu tiefen Suppentellers stellen, das Tatar einschichten und sanft festdrücken. Dann die Suppe drumherum angießen. Das Pesto in die Suppe tröpfeln, etwas Zitronen-Olivenöl ebenfalls und den Teller ganz sanft ins Wohnzimmer unter die Fotolampen tragen.
Dann den Ring ganz sanft abziehen...
...und jetzt sich über das "ah" und "wow" und "oh" freuen, wenn der Herr Kampi durch den Sucher des Apparates schaut.

Schmecken kannst du es ja nicht (nur wenn du es nachkochst). Aber anschauen. Sieht doch schön aus, oder?


Samstag, 25. Februar 2012

Mir steigt da was zu Kopf...

Keine Angst. Ich bleibe schön auf dem Boden der Tatsachen. Ich werd schon nicht hochnäsig werden, dafür gibt es gar keinen Grund. Es ist nur der Wasabi, der mir in die Nase gestiegen ist. Und der macht sie ordentlich frei und lüftet auch die Schädeldecke.

Ist aber auch lecker so ein Wasabi-Dressing!
Das gabs auf Salat aus Baby-Spinat und Endivie. Einfach zusammengemischt aus Weißwein-Essig, neutralem und etwas Olivenöl, Salz, Zucker und reichlich der scharfen Paste. Das ist schon fast wir Frühling auf dem Teller.

Selbstverständlich gab es auch noch was als "Beilage". Lachsstreifen in Noriblatt gewickelt und in Sesamöl ausgebraten.
Und Gemüsepuffer. Bei mir zu gleichen Teilen aus Steckrübe, Pastinake, Petersilienwurzel, Kartoffel und Möhre. Gewürzt mit Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronenzeste. Dazu ein Ei und etwas Speisestärke zur Bindung. Daraus kleine Taler in der Pfanne formen und goldbraun braten.

Ein durchaus schnelles Gericht, welches uns sehr lecker geschmeckt hat. Die Süße der Puffer passte sehr gut zur Frische und Knackigkeit des Salats. Das Dressing mit seiner Schärfe gab ordentlich Bumms auf der Zunge und schaffte den Bogen zum Nori-umwickelten Lachs...
Den letzten Pfiff haben dann noch ein paar Rettichsprossen gebracht.



Und es passte mir total in den Kram, da ich anlässlich der Fastenzeit wieder bis Ostern kein Fleisch und keine Wurst essen werde. Meine Männer haben mich zwar ein wenig verwundert angeschaut, aber ich hab ihnen versprochen, dass sie auf nix verzichten müssen.
Aber Fisch wird es wohl in nächster Zeit noch öfters geben...ich freu mich schon drauf. Schließlich waren wir ja in den letzten Wochen sehr carnivor unterwegs.

Da die Zubereitung sehr schnell ging, reich ich das doch gleich mal beim Speedcooking-Event bei Zorra ein

Montag, 11. April 2011

Das Beste der Feste sind die Reste der Gäste...



Da haben wir also samstag abend das erste mal im Jahr so richtig gegrillt. Angegrillt sozusagen. Der Anlass war der Geburtstag des weltbesten Foodfotografen (für mich jedenfalls - ich hab ja nur den einen).
Da hatte ich in den Tagen zuvor ordentlich was  vorzubereiten.


Gut, bei ner Grillparty ist der Anspruch an die Gerichte nicht ganz so hoch. Aber Auswahl soll ja schon sein.


Da wurden Tomaten im Ofen gebacken, mediterranes Gemüse mariniert, aus Kartoffeln und Gurke ein Salat mit Bärlauch gerührt. Tzatziki geht immer, Foccacia auch. Dann musste noch ein Gurken-Mangosalat her. Mit Koriander, obwohl ich den nicht mag. Rinder- und Schweinesteaks wurden eingelegt, die Bratwürste gekauft.
Paprika und Spargel geschält, Champis geschnippelt und mariniert, um sie auf dem Grill zu braten, Kräuterbutter wurde vom junior als unbedingtes Muss bestellt. Und Fenchel-Orangensalat wollte ich unbedingt. Dann noch ne Käseplatte, denn wir haben von 16 bis 89 alle Altersschichten.


Meine Oma und mein Opa sind ja schon einiges gewöhnt, was die Geschmacksnerven betrifft. Die haben mittlerweile bei mir Sachen gegessen, deren Namen sie mitunter nicht mal kannten. Und ganz tapfer durchgehalten.
Und deshalb gabs für Omi diesmal auch Leberwurst. Die liebt sie über alles.


Den abend haben wir dann auch ordentlich über die Bühne gebracht. So mit schönem Essen und Wein, guten Gesprächen und so...


Und wie das bei so Partys eben ist, bleibt natürlich auch reichlich Essen über. Und deshalb wurde für Sonntag auch  kein großes "Fest"-Essen geplant. Alle waren damit einverstanden, die Reste zu vertilgen.


Aber bloß so einfach das gestrige aufwärmen? Nööö, mag ich nicht. Etwas frisch gekochtes wollte ich dann schon noch. Und so stand für mich schon beim ins Bett gehen fest, dass es zum gegrillten Lachs und dem einen übrig gebliebenen Rindersteak ein Risotto geben wird.
Koriander-Zitronen-Risotto, weil das Kraut ja irgendwie alle werden muss. Weil, ich mag das ja nicht... (ach sagte ich ja schon)


So hab ich mich am Sonntag gleich in die Küche begeben.

Der Herr Kampi hatte schon einen Versuch gestartet, Ordnung in das Chaos im Wohnzimmer zu bringen. Konfetti war also schon weggesaugt. Tisch und Stühle weggeräumt...
Gut, das Geschirr stand noch in der Küche rum. (Weil, irgendwas muss die Spülmaschine an sich haben, dass meine Männer Angst vor ihr haben).

Während ich also die gute Gertrud (so heißt die gute) bestückte, konnte die Hühnerbrühe schon mal auf dem Herd warm werden. Eine Schalotte in kleine Würfelchen geschnippelt und in einem Topf angeschwitzt. Knobi dazu. Den Reis zugeben, anschwitzen, salzen, mit Wein ablöschen. Nach dem runterreduzieren immer wieder mit Brühe angießen...alles ganz normal. Nach etwa der Hälfte der Garzeit hab ich eine geschälte Zitrone in Würfel geschnitten und zugegeben.  Den Koriander habe ich in Streifen geschnitten, mit dem Abrieb der Zitrone , geriebenem Parmesan und reichlich Butter unter das fertige Risotto gerührt.

In der Zwischenzeit durfte der gegrillte Lachs wieder im Ofen warm werden.
Am Vorabend war er ja schön glasig, weil wir ihn nach dem Angrillen in den nicht zu heißen Ofen geschoben haben um ihn ganz sanft garziehen zu lassen.  Er wurde vor dem Grillen mit einer Marinade aus Zitronensaft und -Abrieb, Olivenol und Salz eingepinselt und vor dem fertiggaren wieder in die Marinade gelegt.


Leider war er nach einem zweiten Aufwärmen doch etwas trocken, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat.

Das Steak war ebenfalls im Inneren rosa gegrillt. Deshalb hab ich es in einer richtig heißen Pfanne nur von beiden Seiten angebraten und sofort in dünne Scheiben geschnitte. Der Kern war noch kalt, aber das Fleisch schön zart. Es durfte ja auch vor dem Grillen in einer Marinade aus Olivenöl , Rosmarin und verschiedenen Pfeffersorten ziehen, was ihm wohl die nötige Würze verliehen hat. (ich hab ja keins gegessen, ich halte das durch bis Ostern!)


Zum Gemüse gibt es noch zu sagen, dass es eine köstliche Beilage zu allerlei Grillgerichten ist.
Dazu habe ich rote und grüne Paprika mit dem Sparschäler geschält, ebenso Spargel weiß und grün.  In mundgerechte Stücke geschnitten. Lauchzwiebeln dazu, genauso wie in Streifen geschnittene Möhren. Champignons in groben Stücken, wer will nimmt auch noch Zucchini. Man kann da wirklich alles kombinieren, auf was man Appetit hat. In einer Schüssel wird das ganze dann mit gehacktem Rosmarin und Thymian, Zitronenzeste und -saft, sowie etwas Zucker, Knoblauch und Olivenöl verrührt und mindestens eine Stunde ziehen gelassen. dann auf dem Grill in einer Aluschale gebraten und wieder zur Marinade in die Schüssel gegeben. Dann nur noch salzen und lauwarm oder kalt genießen.
Oder wie ich am Sonntag noch einmal in einer Pfanne aufbraten. Ein Stich Kräuterbutter tat ihm noch einmal recht gut!

Das Risotto hat uns ganz wunderbar geschmeckt. Nicht zu stark nach Koriander. Die Aromen, auch die des gegrillten Gemüses, passten wider Erwarten ganz wunderbar dazu. 
Gut, der Koriander und ich werden wohl keine Freunde fürs Leben. Aber angenähert haben wir uns schon ein wenig. Und wo er reinpasst, kommt er dann eben auch rein!


Und abschließend noch ein Bild vom gegrillten Schweinesteak mit Ofentomaten.

 


 

Dienstag, 1. März 2011

Nach der Poesie...eine entspannte Frau Kampi mit Lachs(em Umgang)

Denkt jetzt bloß nicht, das ich in Zukunft jeden meiner Posts in Reimform packe. Neeneenee! Das passiert so schnell nicht wieder!
Die ganze Nacht hab ich mir deswegen um die Ohren geschlagen. Bis das alles passte. Ist ja nicht so, dass du ein paar Worte zusammenwürfelst, das muss ja auch irgendwie einen Sinn ergeben.
Also bleibt DAS eine Ausnahme.

Dem entsprechend müde war ich dann auch am Sonntagmorgen. Da hatte ich keinen Bock stundenlang irgendwelche Sößchen zu zaubern und ewig vor dem Backofen zu hocken und dem Fleisch beim niedriggaren gut zuzusprechen. Da musste es schon schnell und unkompliziert sein.

Gut, ich bin ehrlich. Das Sonntagsmahl hatte ich schon vor meinem Dichtanfall im groben durchkonzipiert. Und ich hatte am Samstag auch schon was vorbreitet.

Aber fangen wir von vorne an. Beim Einkauf.
Muss ich euch erzählen, dass wir in der Metro waren? Eigentlich nicht, habt ihr euch schon gedacht.
Und so muss ich euch auch nicht erzählen, was der Herr Kampi dort in den Wagen eingeladen hat.
RICHTIG! FISCH!

Ein schöner Lachs, Aquakultur, Norwegen. Der lachte uns zu. So an die 4kg hatte der.


Ab in den Einkaufswagen damit. In der Gemüseabteilung hab ich dann eine Spezialität entdeckt, von der ich zwar schon gelesen habe, aber sie noch nie irgendwo in echt gesehen habe. Limettenkaviar. Diese, auch Fingerlimes genannten Zitrusfrüchte haben ein Kaviar ähnliches Fruchtfleisch. Aber auch einen atemberaubenden Preis. Der stand allerdings nicht dran. Denn wenn, hätte ich sie sofort wieder zurück gelegt!

 
Und was macht man dann mit so einem Riesenfischteil?

Na der Herr Kampi durfte als allererstes mal seine Filetierkünste beweisen. Was gar nicht so einfach ist bei so einem großen Exemplar.

(Die hinteren Enden wurden dann auch sogleich in eine Beize mit Dill, Orangen und Gin eingelegt und ziehen jetzt noch ein paar Tage im Kühlschrank vor sich hin - andere Geschichte!)

schön drapieren zur Fotosession muss sein!

Im Moment hat sich ja der Frühling noch nicht so richtig durchsetzen können. Die Sonne lacht zwar, aber...
Und deshalb gibt es auch noch nicht so richtig schönes Frühlingsgemüse zu kaufen. Mal abgesehen von peruanischem Spargel, den man jetzt schon in den Supermärkten kaufen kann. Aber den mag ich nicht, never!!!!
Aber irgendwie wollte ich trotzdem Frühling auf dem Teller. Keinen Wirsing, keine Steckrübe, keine Schwarzwurzel. Auch keinen Kartoffel-, Petersilienwurzel-, Pastinaken- oder Rote Betestampf.

NEIN!

Was Leichtes! Und leicht verbinde ich meist mit asiatisch. Zumindest was Gewürze und die Zubereitung betrifft. Dabei lasse ich mich meist von meinem Geschmack treiben, koche nie nach Rezept.
(Wobei ich das ohnenhin selten tue!)

Da mir dazu aber noch die Initialzündung fehlte, hab ich mal eine meiner Lieblingsköchinnen bemüht: Tanja Grandits. Ich liebe es, wie sie mit den Aromen spielt. Und natürlich bin ich bei ihr fündig geworden. Sie hat zu einem gebeizten Lachs Karottenpickles gemacht, die mich sofort angesprochen haben. Gut mein gebeizter war ja noch nicht fertig. Aber Lachs ist Lachs!

Und da ich das Rezept ja aus einem Kochbuch hab (Alles klar Im Glas gekocht-im Glas serviert), kann ich sogar mit exakten Angaben dienen:

Karottenpickles: 

Dazu zwei Karotten in feine Streifen schneiden oder hobeln, mit einer fein geschnittenen Chilischote, einer zerdrückten Knoblauchzehe, einem Esslöffel Zucker,30ml Fischsauce, 30ml Reisessig und 30ml Limettensaft verrühren und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Dennoch hab ich das Rezept ein wenig an meine Gegebenheiten angepasst. Zuallererst hab ich die Fischsauce weggelassen und durch Salz ersetzt. Ich wollte es nicht so fischig haben. Der Limettensaft war bei mir Zitrone. Und da das Sushi meinen letzten Reisessig aufgebraucht hatte, hab ich einfach eine Mischung aus Mirin und Reisessigzubereitung für Sushi (hatte ich noch da) verwendet und dafür keinen Zucker.
Über Nacht in den Kühlschrank damit.

Sonntag konnte ich es dann ganz entspannt angehen. Fisch braucht ja nicht viel Zeit zum zubereiten. Da habe ich erst mal meine Vorräte durchgewühlt. Dort kam mir das Päckchen Glasnudeln von ganz unten gerade recht. Die brauchen ja auch nicht viel um gar zu werden. Mit kochendem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen, abseihen, fertig.

So vorbereitet hab ich mich dann dem Fisch gewidmet. Ich hab ihn in schöne Portionsstücke geschnitten und dann eine Gewürzmischung zusammengebastelt. Ein paar Korianderkörner in der Pfanne geröstet. Diese mit einigen ungerösteten, etwas Kubebenpfeffer, Kaffirlimettenblatt, Zitronengras, Chili, Ingwer, Zitronenzeste, Salz und Chili in einem Mörser ganz fein gemahlen, den Fisch damit bestreut und diesen in Norialgenblätter eingeschlagen. Seit ich das mit Petersfisch einmal ausprobiert habe, geistert es in meinem Kopf herum, auch Lachs damit einzupacken.
In einer Pfanne Sesamöl und neutrales Öl erhitzen, etwas Zitronengras sein Aroma abgeben lassen und den Fisch von allen Seiten nur kurz anbraten. In eine flache Schale umfüllen, in der das Zitronengras sein Aroma weiter verströmen kann und im Ofen bei niedriger Temperatur ganz sanft gar ziehen lassen.



In der Pfanne hab ich zwei in feine Streifen geschnittene Lauchzwiebel angedünstet, Ingwer, Knoblauch und Chili zugegeben. Dann eine große Handvoll Salicorne, ebenfalls aus der Metro, dazu und mit Ananas-Saft abgelöscht. Kurz (sehr kurz!) ziehen lassen und dann die Glasnudeln wild mit dem ganzen Pfanneninhalt herumwirbeln, bis sich alles vermischt hat.


Mit Fischsauce abschmecken, bis die Würze stimmt.

Das ganze dann nur noch ordentlich auf den Teller gebracht und mit geröstetem Sesam bestreut.
Und oben auf den Fisch den Limettenkaviar.

Wenn man diese Zitrusfrucht so kostet, hat sie einen sehr sauren, aber auch einen fast seifigen Geschmack, was mich im ersten Moment erschreckt hat. Ich dachte, sie sei verdorben. Ich habe also gleich noch eine andere geöffnet, die eine andere Fruchtfleischfarbe hatte, aber das gleiche Aroma.
Sparsam eingesetzt ist es aber ein köstliches Topping für den Fisch. Die kleinen Kügelchen platzen auf der Zunge genau wie Kaviar. Braucht man nicht unbedingt, ist aber ein origineller Gimmick.



Das war genau das richtige Essen für diesen Sonntag. Frisch, leicht, easy und sowas von saulecker!!!!!

Und es war das erste mal seit langem, dass meine Spülmaschine nach dem Gelage nicht voll geworden ist und die Küche in nullkommanix aufgeräumt war. Genial! Solche Essen hätte ich gerne öfter. Und meine Familie glaub ich auch! Und die Karottenpickles werde ich auch öfter mal machen. Im Sommer zum Grillen auf jeden Fall! Und vorher bestimmt auch schon mal!

Und wenn ihr jetzt nen Weintipp für mich dazu hättet, wäre ich der glücklichste Mensch. Das ist nämlich mein absoluter Schwachpunkt. Ich trinke gerne welchen, der Herr Kampi auch. Aber unser Weinkeller ist doch sträflichst vernachlässigt.

Freitag, 14. Januar 2011

Was ist was?...ich raff das nicht...

Neee, mal im Ernst. Da hab ich meine Probleme mit. Ich kann die nicht auseinander halten. Geschweige, dass ich sie genau benennen kann. Ich weiß einfach die Unterschiede nicht. Oder könnt ihr mir sagen wie die heißen?


Oder die:


oder die


Der Claus, der hat sichs einfach gemacht. Der hat die einfach Clausottis genannt, weil er sie angeblich nicht perfekt hinkriegt. Wie nicht perfekt? Die sahen doch toll aus!

Gut ich finde, das meine auch gut aussehen. Ich mach ja auch gerne und oft welche.
Bei mir heißt das dann immer: "Es gibt gefüllte Pasta."

Vielleicht sollte ich ihnen auch einen eigenen, meinen Namen geben. Aber "Kampottis" klingt doch irgendwie doof. Und "Sandraottis" oder "Sandrottis"? Das kannste ja mit vollem Mund gar nicht aussprechen, zumindest sollte dir dann keiner gegenüber sitzen.
"Ullottis", nach meinem Spitznamen, ist dann auch keine Alternative.
Vielleicht sollte ich wirklich mal lernen, wie die richtig benannt werden. Doch wie soll ich bei der Vielfalt den Überblick behalten?

Tortellini, Tortelloni und Tortelli ist ja noch relativ leicht. Das sind die mit dem Bauchnabel, oder? Nur verschiedene Größen.
Und Ravioli kenn ich auch. Da kann ich bis heute nicht verstehen, dass Tim Mälzer die aus der Dose mag.
Doch was sind dann Fagottini, Panzarotti, Malfatti, Capelletti, Agnolotti? Und dann hab ich noch Culingionis, Pansoo'ti und weiß der Geier gefunden. Ich kann die nicht auseinanderhalten!

Und Robert hat neulich welche gemacht, mit Luft gefüllt.
Die Form hab ich hingekriegt! Aber wie die heißen, weiß ich auch nicht.(er sagt falsche Agnolotti - Klugsch.)



Aber eigentlich ist mir dass auch total egal!
Ich weiß, dass sie lecker sind!
Total lecker! Und wenn ich mich an keinen vorgegeben Namen halten muss, kann ich die auch füllen und formen wie ich will!

Heute mal mit Spinat.
Gut, dass ist ein alter Hut. Aber ein durchaus schmackhafter. Und so easy!
Schalotten in feinen Würfeln in Olivenöl anschwitzen, den Spinat (ausm TK-Vorrat) dazu, etwas Knoblauch, Chili-wer mag. Ein Klecks Sahne (nur ein ganz kleiner, damit es sämig wird), abschmecken mit Salz, Pfeffer und Muskat. Dann ein wenig geröstete Pinienkerne, fein gehackt. Gorgonzola ist jetzt noch nett.
Das ganze dann grob pürieren und in dann den Teig füllen.
Da könnt ihr ne Form wählen, deren Namen ihr aussprechen könnt, die ihr quer, längs oder gekantet in den Mund schieben könnt oder die euch einfach gefällt.

Pastateig könnt ihr doch, oder?
Wollt ihr mein Rezept? Oder habt ihr ein eigenes?

Also gut, hier noch mal die Kurzfassung, lässt sich einfach merken. Deshalb mach ichs auch immer so:
Halb Mehl, halb Pastamehl (das von "DE CECCO"), etwas Olivenöl und auf jede 100gr ein Ei, kein Salz. Ruhen lassen und dann auf der höchsten Stufe der Nudelmaschine bei mehrmaligem Zusammenfalten so 5-7 Mal durchkurbeln. Dabei merkste, ob der Teig zu weich ist. Da gibste einfach beim Falten noch was vom Pastamehl dazwischen, da wird er dann, wie du ihn brauchst.
Und dann einfach auf die gewünschte Stärke rollen und füllen. Das kochen muss ich aber hier nicht beschreiben! Also, dass mit dem Salzwasser und al dente...


Aber da Spinat... (gefüllte Pasta) ja alleine ein wenig trocken ist, brauchen die Dingerchen ja noch irgendeinen saucigen Begleiter.
Was passt da besser als Lachs? Der Klassiker eines jeden Studenten, der auf die Frage , was er heute denn zu abend isst, ganz stolz antwortet: "Ich koche italienisch!" Ahhh, italienisch? Und was? "Lachs mit grünen Nudeln und Sahnesauce."
Ja, zumindest die Farben sind italienisch, roter(na mit viel Fantasie) Lachs, grüne Nudeln, weiße Sauce...

Aber ich schweife zu weit vom ursprünglichen ab.

Also Lachs soll es zum Spinat geben.
Aber nicht als Stück im ganzen. Nee mehr so in Stücken mit Sauce (wieviel mal hab ich das Wort jetzt schon in diesem Post geschrieben? Wer exakt nachzählt kriegt nen Preis vielleicht)

Also, den Lachs in dickere Streifen, so 1cmx3cm, schneiden und ganz kurz und ganz heiß anbraten und gleich wieder aus der Pfanne nehmen. Dann Schalottenstreifen glasig andünsten, Knoblauch dazu, Thymian, mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und runterreduzieren. Mit Gemüsebrühe auffüllen und einen kleinen (der Kalorien wegen) Schluck Sahne zugeben und etwas reduzieren lassen. ich hab noch ein wenig mit Stärke angedickt, was dann die Kalorienbilanz wieder in das mir so gebräuchliche Maß gebracht hat. Aber ich hatte keine Zeit, weil die Pasta ja in der Zwischenzeit schon fertig war. Also mit Salz und Zitronenzeste abgeschmeckt und den Fisch in der Sauce noch einmal durchgeschwenkt, bis er innen gerade noch glasig ist. Die Pasta dazu und mit Parmesan bestreut genießen.


Ha, da haben wir ja schon wieder das nächste Problem! Ist das jetzt ein Ragout, ein Blankett, Gulasch, Geschnetzeltes, Frikassee? Oder was überhaupt?

Und dann wäre noch das ganze mit der ungefüllten Pasta zu klären: Spaghetti, Maccaroni, Bucatini, Linguini, Lasagnetti, Cavatelli, Orecchietti, Bavetti, Tagliatelli, Farfalli, Strozzapreti, Pappardelli,Pizzoccheri, Bigoli, Garganelli, Fusilli...

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Damit kriegst du sie....

Gut, mit ner echt guten, wenn möglich handgemachten Pasta kriegste sowieso alle. Keine Frage.
Und meine Familie sowieso! Pasta geht immer, macht Spaß und gute Laune.
Deshalb gibt es bei uns mindestens einmal in der Woche welche. Meist unspektakulär, manchmal aufwendig.
Aber immer lecker.

Am liebsten mache ich Pasta selber. Seit ich meine kleine Nudelmaschine habe ist das fast kein Problem. Außer, dass das Ding nicht für meine Küche gemacht ist. Lässt sich so schwer an die Arbeitsplatte schrauben. Da musste schon wissen, wie und wo. Am besten passt die Halterung in den Ritz, wo die Spülmaschine ist. Darfste allerdings vorher nicht vergessen, alle nötigen Utensilien wie Pinsel oder Nudelrädchen aus dem daneben liegendem Schieber zu nehmen. Denn der geht dann nicht mehr auf, wenn die "Maschine" angeschraubt ist. Macht sich vor allem bei gefüllter Pasta bezahlt.


Aber heute gibts keine gefüllte Pasta. Auch keine selbstgemachte.
Obwohl.... mit selbstgemachter ist dieses Rezept bestimmt noch leckerer.

Aber auch mit handelsüblicher -guter!- Pasta ist die heutige Variante ein echter Edel-Oberknaller.
Einfach in  der Zubereitung und äußerst fein und delikat im Geschmack!
Und man kann sich dabei sogar auch immer weiter steigern.


Meine Edel-Pasta-Sauce:

Eien Schalotte klein würfeln und in etwas Olivenöl glasig andünsten. Eine Knoblauchzehe dazu pressen. Mit etwas Weißwein ablöschen, herunterreduzieren. Etwas leichte Brühe angießen und leise ziehen lassen, danach etwas Sahne angießen (halb Brühe/halb Sahne ist ein gutes Verhältnis). Die Menge der Sahne richtet sich aber danach, wie "gschmackig" und schwer man die Sauce haben möchte.
In der Zwischenzeit die Nudeln kochen. Kurz vor Ende der Garzeit derselben etwas Zitronenzeste an die Sauce geben und etwa 150gr in feine Streifen geschnittenen Räucherlachs zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Pasta vermischen. Vielleicht noch was Grünes... Dill oder petersilie, oder so.
Da kann man dann ganz kreativ sein.


Folgende Edelvarianten kann ich mir vorstellen:

  • einfach nur einen gebratenen Scampo pro Portion obenauf geben
  • Parmesan kann, muss aber nicht
  • vielleicht mit Parmesan überbacken
  • die Brühe durch Hummer- oder Krustentierfond ersetzen
  • eine Jakobsmuschel braten und das ganze in einer Jakobsmuschelschale als Vorspeise servieren (vielleicht ganz dekadent mit etwas Blattgold obenauf)
  • schön ist bestimmt auch ein Klecks Kaviar dazu
  • ein Glas Champagner dazu servieren
Ich gebe zu, bis jetzt bin ich über Variante eins und zwei nicht hinausgekommen.
Mich würde allerdings interessieren, was euch dazu noch einfällt.

Gut, es ist nicht ganz uneigennützig. Ich brauche noch ein paar Anregungen für Weihnachten und Silvester.

Dienstag, 31. August 2010

Was seid ihr denn für lustige kleine Dingerchen?

Da hab ich mich irgendwo in der großen weiten Blogger-Welt inspirieren lassen. Von einer Pasta-Form die mir gut gefallen hat. Und ich kann die Seite hier nicht mal verlinken. Ich weiß nämlich nicht mehr, wo und wer es war...
Ich muss einfach in Zukunft mehr auf Ordnung achten. Nicht nur lesen sondern auch archivieren. Und dann auch noch wissen wohin!!!

Aber eigentlich ist alles halb so schlimm. Inspiriert hat mich eigentlich nur die Form der gefüllten Nudeln (sollte hier irgendeiner diese Pastaform als seine Erfindung erkennen, bitte melden! Ich verlinke! Versprochen!).

Ich glaub ich muss doch zum Arzt. Ich durchsuch die weite bloggerwelt nach den Dingerchen, dabei liegt es doch so nah:



Die Füllung war mehr oder weniger eine Notlösung. Hat doch die Familie Kampi ein Stück Lachsfilet geschenkt bekommen. Aus der Metro. Schon fertig gegart, mit Geschmacksnote Zitronengras. War ja auch lieb gemeint. Aber so richtig was anzufangen wusste ich damit nicht. Zum so essen? ...nicht wirklich!
Und wegwerfen? ...zu schade!

Aber die Frau Kampi ist ja von Natur aus ein kreativer Kopf. (ja wirklich! Der Herr Kampi kann das absolut bestätigen!)

Also hab ich einen Pastateig hergestellt. Halb Nudelgries, halb Mehl und auf 100gr. ein Ei, etwas Olivenöl, kein Salz.

Das Fischfleisch hab ich in einer Schüssel mit Creme fraiche vermischt. Dazu etwas Parmesan, Knoblauch, Zitronenzeste, fein geschnittenes Basilikum, Salz und Pfeffer. Und damit dann die Nudelquadrate gefüllt und diese lustigen Hütchen zusammengebastelt. Ging flotter als gedacht.

Nur sieht die Küche hinterher immer aus wie Sau!


Im Salzwasser dann einfach nur köcheln lassen und anschließend in Butter schwenken, fertig!



Als Beilage hab ich einfach in Streifen geschnittenen Fenchel mit etwas Chili in Öl angeschmort und mit ein paar Tropfen Zitronensaft und etwas Weißwein abgelöscht. Schön knackig soll er sein. Der Geschmack des Gemüses wird nur mit etwas Zucker, Salz und frischem Pfeffer gehoben. Kurz vor dem Servieren einfach noch ein paar kleine Kirschtomaten dazuwerfen. Ich vezichte gern auf meine Tomaten, hat seinen Grund! Da hat der Herr Kampi mehr davon.


Mit etwas geriebenem Parmesan war es ein Hochgenuss!

Und da ich noch Ziegenfrischkäse, Rucola und noch etwas Nudelteig im Kühlschrank habe...
Aber das erzähl ich euch vielleicht ein anderes mal!!!