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Donnerstag, 21. Juni 2012

(fast) vergessen

Heute mal was aus der Kategorie: Irgendwie aus irgendwelchen Gründen in Vergessenheit geraten und keiner weiß, warum...

Gut, diese Kategorie gibt es bis jetzt noch nicht auf meinem Blog. Aber ich denke drüber nach. Da ist so einiges, was (fast) vergessen ist. Alte Rezepte von Oma. Essen aus meiner Kindheit. Gemüse, welche wir früher im Garten hatten. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen...

Erinnert ihr euch noch?
Es ist doch noch gar nicht soooo lange her, als Saltimbocca im wahrsten Sinne in aller Munde war. Überall kochte und aß man das.
Diese kleinen dünnen Kalbsschnitzelchen. Mit Salbei und Parmaschinken. Manchmal gerollt, manchmal zusammengeklappt, manchmal auch den Schinken nur festgespickt mit einem Zahnstocher.

Ich kann mich gar nicht so richtig erinnern, wann ich dass das erste mal auf dem Teller hatte. Und auch nicht, wo. Allerdings erinnere ich mich auch nicht mehr, wann ich das zuletzt gekocht und gegessen habe.

Und so stand ich mal wieder ratlos in meiner Küche und sinnierte, was ich denn kochen könnte. Schließlich will Herr Kampi jeden Tag verköstigt werden. Plötzlich gelüstete es mich irgendwie danach, ich weiß gar nicht, warum.
Gut, dass es auch beim Fleischer ein Stück Kalbsrücken zu kaufen gab.

Die Schnitzelchen plattiert, mit Parma und Salbei präpariert und in der heißen Pfanne auf der ungespickten Seite schnell angebraten. Die Hitze runter, die Fleischscheiben gewendet...kurz braten lassen. Wieder auf die andere Seite gedreht, Weißwein angegossen. Hitze aus. Butter in die Pfanne zum Sauce binden, fertig!




Dazu gab es einen Erbsen-Kartoffel-Stampf mit Zitronenabrieb und gedünsteten Fenchel.

Wir schwelgten...ein wenig in Nostalgie. Aber ganz viel im guten Geschmack. Und wir stellten uns immer wieder die Frage: Warum haben wir das eigentlich sooooo lange nicht gegessen?