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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Metro, die Zweite...zum Dritten

hach...alle Zutaten untergebracht. Ich lehn mich mal in meinen Sessel. Aber nur kurz. Ich muss denken.
Bin ich wirklich schon zufrieden? Irgendwas fehlt doch...der Abschluss.

Aber, ich kann doch kein Dessert. Süßkram? NEIN, ich nicht.

Gehört aber doch zu einem Menü dazu. Und zu dem ganz besonders. Zumal sich unsere Freunde ganz liebevoll für die Reste-Vertilgung opfern wollten.

Hmmm...Süßkram. Was kann ich denn? Eigentlich fällt mir da nur eins ein. Ein Sorbet frisch von Luigi Unoldi, meiner Eismaschine.

Was hätten wir noch an Zutaten da?

Etwas Rotwein, Hibiscus-Blüten samt Sirup, ein paar Datteln, Physalis-Konfitüre, Popcorn-Mais...
Könnte vielleicht was werden.


Hibiscus-Sorbet:

In meinem Vorrat ist immer Zitronensirup. Weil ich einfach mehr Zitronenzeste brauche, als Saft (hier hab ich mal berichtet, wie ich den Sirup herstelle)
Also hab ich mir ne Mischung gemacht: Zitronensirup, Hibiscus-Sirup, Rotwein und Physalis-Konfitüre. Die genauen Anteile kann ich jetzt nicht mehr wiedergeben, es muss einfach schmecken. Ein kleiner Schuss Alkohol kann nicht schaden, damit das Sorbet richtig schön cremig wird. Bei mir war es ein Schuss Wodka, mit dem ich vor kurzem einen Teil des Zitronensirups und etwas -Schale angesetzt hatte. Das Gemisch in der Eismaschine schön cremig gefrieren lassen.


Süßkram braucht aber auch ein wenig Deko. 
DEKO? Ich?
Das ist ja noch schlimmer als nur Süßkram!!!!

Das einzigste, was mir zu Deko auf Süßkram einfällt ist irgendwas mit Karamell.

Und da ich neben den Datteln und ,etwas vom Junior übriggelassenem, Popcorn auch noch Pistazien im Vorrat hatte, gabs 

Popcorn-Dattel-Pistazien-Röllchen

Während also in einer Pfanne Zucker sanft vor sich hinschmolz um zu karamellisieren, wurden Pistazien, süßer Popcorn und Datteln feingewürfelt. Nachdem das Karamell die richtige Farbe hatte, wurden die Zutaten untergemengt, auf eine Lage Backpapier gestrichen, mit einer weiteren Backpapier-Lage abgedeckt und mit dem Nudelholz plattgewalzt. Von der noch warmen, platten Masse Streifen abschneiden und zu Röllchen formen.


Das Sorbet als Kugel in Martini-Gläser geben, mit einem Röllchen und einer Hibiscus-Blüte garnieren. Ich könnte mir auch vorstellen, das Sorbet mit Prosecco oder Sekt aufzugießen. Auf jeden Fall war es ein würdiger Abschluss dieses Menüs!


Freitag, 12. August 2011

...noch eine Sorbet-Idee...

Da ja der Zitronensirup schon mal im Kühlschrank stand und eine Mango noch verarbeitet werden wollte, hab ich in meinem Kochloch ein wenig rumgepanscht.
Die Mango war nicht so toll. Schon etwas fleckig, aber irgendwie auch nicht so richtig reif. (Hab ich bei meinem letzten Gemüse-Einkauf auf dem Markt dazu bekommen)
Da brauchte es irgendwie was, was dem Sorbet Geschmack geben sollte. In meinem Vorrat fand sich noch eine kleine Dose Kokosmilch (ungesüßt). Alles in einem Becher püriert. Aber so richtig geschmeckt hats mir noch nicht.
Ich denke mir ja, wenn es vorher schon nicht ordentlich schmeckt, kann es das hinterher erst recht nicht.

Frustriert wie ich war, bin ich an den Spirituosenschrank...

Nein, nicht um mich ob des niederschmetternden Geschmackes zu betrinken, sondern um nach was passendem zu suchen. Irgendwas müsste doch zu finden sein, was dem ganzen den richtigen Pepp geben würde.
Brandy und Wodka schieden gleich aus. Und der Aperol irgendwie auch. Wäre da noch der Orangenlikör. Aber den hätte ich lieber in irgendeinem anderen Eis.

In der hintersten Ecke stand noch ein kleiner Rest  Blue Curacao. Ich war mir gar nicht mehr bewusst, dass der überhaupt noch da war. Hatte ich mal für ein Grapefruit-Bowle-Experiment gekauft. War nicht so der Brüller. Weder der Curacao noch die Bowle.
Ich dachte, viel ist ja nun an dem Sorbet auch nicht mehr zu versauen, also rein damit. Gekostet und wider Erwarten für gut befunden.

Und als das Sorbet aus der Maschine kam, war ich echt überrascht. Der Geschmack nicht schlecht. Und erst die Farbe!!!!! Aber seht selbst:


Huch, da hat der Fotograf doch glatt genascht!

Sieht irgendwie schlumpfig aus, oder? Die Farbe ist echt!!!!!!!!
Und es lässt sich aufgrund des Alkohols sehr gut einfrieren, ohne grisselig oder fest zu werden.

Und wer noch mehr Sorbet-Ideen sucht, der schaut mal bei Rock the Kitchen und Lamiacucina nach

Mittwoch, 10. August 2011

...Mörserverleih oder noch mal Basilikum?

Nach den Kommentaren auf den Pesto-Post hatte ich ja kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, einen Mörserverleih aufzumachen. Daraus könnte sicher ein florierendes Geschäft werden.
Aber erstens hab ich nen Job, der mir Spaß macht und zweitens so nebenbei ist das ja auch nichts. Da koch ich lieber.

Natürlich könnte man zu Pesto noch viel mehr schreiben. Es gibt da ja wirklich ganz tolle Ideen. Ich hab da ja schon die tollsten Sachen gesehen und gegessen.Hatte nicht irgendwer mal ein Liebstöckel-Pesto gemacht? Aber wer war das doch gleich?
Vielleicht sollte es mal ein Kochevent zu dem Thema geben. Was man alles ver-Pesto-en kann und was dann damit alles so angestellt werden könnte.

Ich hab aber noch einen Nachschlag zum Thema Basilikum. Wobei Nachschlag das ganze so ziemlich auf den Punkt bringt. Oder man könnte es auch als Entree nehmen. Als Aperitif...

Na dämmerts?

Basilikumsorbet!

Ich hab ja zum Geburtstag endlich meine Eismaschine mit Kompressor bekommen. Die hab ich mir ja wirklich schon so lange gewünscht. Und ja, ich wurde erhört.
Danke, mein Herr Kampi. Und natürlich auch dir, junior. Ich denke, das war sicher mehr als in deinem Sinne, das Luigi Unoldi (so heißt sie/er) endlich ein Mitglied unserer Familie geworden ist.

Nachdem mein erster Eisversuch mehr oder weniger dem Ausprobieren diente, mich aber geschmacklich und von der Konsistenz nicht vom Hocker gehauen hat (man sollte vielleicht doch auch erst mal ein gelingsicheres Rezept austesten), war die Idee recht schnell geboren, mein schönes rotes Basilikum zu einem Sorbet zu verarbeiten. Das Basilikum, welches ich bei meinem Lieblings-Obstdealer gekauft hab. Schön dunkelrot und herrlich aromatisch duftend. Hmmmm...

Sorbet... ich dachte immer Flüssigkeit, Zucker, evtl. was fruchtiges zusammenrühren... einfrieren... fertig.
Aber als ich nach einem Rezept googelte stellten sich mir die Nackenhaare auf. Mit Eiweiß oder Gelatine, Eiweiß und Gelatine, nur Gelatine, Agar-agar...
Das wollte ich alles nicht in meinem Sorbet haben. Irgendwo dann ein Rezept ohne dergleichen, da war mir aber im Verhältnis zur Flüssigkeit zu wenig Basilikum drin.

Da hab ich eben experimentiert. In den meisten Rezepten ist Zitrone und Läuterzucker drin. Und da ja Läuterzucker auch nicht so viel mehr ist, als Wasser mit Zucker, hab ich alle drei Komponenten zu einem Sirup zusammengefügt.
Von einer Deko-Aktion, bei der ich unzählige ausgepresste Zitronenhälften benötigte, hatte ich noch etwa einen viertel Liter Saft eingefroren. Den hab ich auf der Küchenwaage in einen Topf gegeben, das doppelte an Wasser zugegeben, dann die Hälfte des Flüssigkeitsgewichtes an Zucker zugefügt. Aufkochen und abkühlen lassen.

Für das eigentliche Sorbet hab ich nun zu gleichen Teilen von dem Sirup und Weißwein in einen Mixbecher gegeben und ordentlich von meinem roten Basilikum reingezupft. Dann nur noch pürieren. Ergibt ein schönes pink. Der Geschmack war noch nicht ganz so, also hab ich noch mehr Blättchen reingezupft. Wenn der Pürierstab kräftig genug ist, kann man die Flüssigkeit gleich in die Eismaschine geben. Meiner ist nicht ganz so doll, deshalb hab ich das alles lieber nochmal durch ein Sieb gegeben und ordentlich ausgedrückt.

Nun einfach noch in die Maschine geben und nach nicht mal einer halben Stunde hast du das:




Sieht es nicht super aus? Wir haben es mit Prosecco aufgegossen und mit unseren Gästen am samstag abend als Begrüßungsdrink genossen.

Und den restlichen Zitronensirup hab ich im Kühlschrank stehen. Falls mir mal nach Sorbet ist.

Und für wen die süße Variante nichts ist und eher ein herzhaftes Basilikum-Sorbet möchte, mit ganz lecker Salat dazu, der schaue mal bei den 180Gradlern rein. Find ich auch toll!