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Dienstag, 15. April 2014

...Lieblings...Löffel...Essen...


Lieblings-Löffel? Löffel-Essen? Lieblings-Löffel-Essen? Lieblings-Essen? 
Ja, was denn nun? 
Petra?
Du hast eingeladen. Zum Lieblingslöffelessen

Blog-Event XCVII - Lieblingslöffelessen (Einsendeschluss 15. April 2014)

Ich weiß noch, als wir vor über drei Wochen im Auto saßen um gemeinsam in ein wundervolles Wochenende mit Freunden  zu starten und du mir von deinem geplanten Event erzählt hast. Ich war sofort begeistert und hab dir gleich spontan meine Teilnahme zugesichert. Und nun?
Der letzte Tag des Events läuft...

Für was soll ich mich denn nun entscheiden?
Nen Lieblingslöffel hab ich nicht wirklich...Lieblingsessen schon. Aber nicht jedes meiner Lieblingsessen ist zum Löffeln.

Und wie ich so  drüber nachdenke, fällt mir ein alter Klassiker ein:

Salat. Geflügelsalat!

Geflügelsalat...Hmmmm...GEFLÜGELSALAT!

Den kann man kaufen. Mal mehr, mal weniger gut. Aber nie so lecker, wie selbst gemacht.
Und, wenn ich so drüber nachdenke, was denn selbstgemacht wirklich bedeutet, dröppelt es mir schon wieder im Mund: Hähnchen-Fleisch (vielleicht vom Fondkochen übrig), Mayo, vielleicht ein wenig Spargel...reicht doch schon. Fein abgeschmeckt.

Es wird also Zeit für selbstgemachten Geflügelsalat.


Wenn schon, denn schon...mal anders:

Kauf dir ein Hühnerfilet.
Achte drauf, dass dein Geflügel-Händler auch die anderen Hühnerteile vor Ort an den Mann/die Frau verkauft und nix von den Hühnern nach Afrika schickt! Frag nach!!!!!!

Nimm das Stück und schneide das Innenfilet raus. Genau jenes gibst du in deinen Mixbecher, gibst Sahne dazu, etwas Zitronenzeste und schwupps...du hast ne tolle Farce, die du nur noch mit etwas Salz abschmeckst.

Das Filet-Stück schneidest du schmetterlingsartig und plattierst es. Würze die Innenseite mit Salz und streich die Farce auf. Leg ein oder zwei gegarte grüne Spargelstangen drauf und roll das Ganze auf. Würze die Roulade auch von außen mit Salz und wickel das Fleisch straff in Frischhaltefolie ein.In heißem Wasser garst du diese Rolle etwa eine halbe Stunde.

Jetzt hast du Zeit für die Bärlauch-Mayo:

Du pürierst eine Hand voll  Bärlauch mit einem neutralen Öl...

Nimm ein Eigelb, einen kleinen Löffel Senf, eine Prise Zucker, etwas Salz. Mit den Rührbesen vom Mixer schlägst du alles auf.
Tröpfchenweise gibst du neutrales Öl dazu, schlägst weiter...bis du merkst, die Mayo zieht  an. Dann kommt das Bärlauchöl dazu. Vielleicht auch noch mehr neutrales Öl...solange, bis die Mayonaise die perfekte Konsistenz hat. Jetzt schmeckst du die Mayo noch mal ab. Eventuell verträgt sie noch etwas Weißwein-Essig...oder ein paar Tropfen Zitronensaft.
Lass alles unbedingt über Nacht im Kühlschrank ziehen!!!! Unbedingt!

Was du jetzt noch brauchst, ist grüner Spargel:


Die rohen Stängel würfelst du ganz fein und marinierst sie mit Salz und Zucker.
Nimm die Spitzen und gare sie ganz sanft in Butter in der Pfanne. Salze.

Richte an. Auf einem Löffel!


Den Salat vom rohen Spargel. Mit Bärlauch-Mayo. Die Hähnchen-Roulade in feinen Scheiben.
Obenauf ein paar feine Radieschen-Scheiben.Und einen goldenen Buttertoast dazu!




Das ist doch Frühling pur! 

Donnerstag, 23. Januar 2014

...ein kleiner Rückblick...

Tja...nun ist das neue Jahr schon fast einen ganzen Monat alt. Die Zeit vergeht im Flug. Dabei war doch gerade erst Weihnachten und alle waren so unheimlich beschäftigt: Was schenk ich? Mit wem verbring ich die Feiertage. Was gibts zu essen?

"Was gibts zu essen" scheint wohl, so man im www unterwegs ist, die meistgestellte Frage kurz vorm Fest gewesen zu sein. Die meisten, so auch wir, setzten dabei wohl auf Vertrautes.
Es gab Gans. Gan(s)z klassisch.
Das Federvieh von guten Bekannten mit Bauernhof. 
Mit Liebe gefüttert, mit Wehmut geschlachtet und mit Freude an uns verkauft.

Herr Kampi, der das ganze Jahr nur zum fotografieren in die Küche kommt, war beim Weihnachtsschmaus auch im vergangenen Jahr, so wie schon seit einer gefühlten Ewigkeit, wieder der Chef in der Küche. Alles Gans nach seiner Pfeife...

goldgelb und sorgsam verschnürt...ein perfekter Vogel


Ich rede ihm da auch nicht rein! Der macht das schon...

Welche Frage mir allerdings nicht wirklich gestellt wurde, wenn es um das Feiertagsessen ging: Was trinkt ihr denn so zur Gans dazu?????

Zu Weihnachten, der Gans...und natürlich zur kalten Jahreszeit (die ja jetzt wohl doch noch kommt), Kuscheln vorm Kamin und dem ganzen Gedöns  passt ja Rotwein. Nur...ich hab davon keine  Ahnung. Also vom Wein. Besonders vom Rotwein...

Aber dafür gibts ja liebe Facebookfreunde. Dorit fragte vor einiger Zeit an, welcher Blogger denn gerne bereit wäre, Weine aus Portugal zu verkosten und ein Gericht passend dazu vorzustellen.
Da ich (neben ein paar anderen) mit dem von ihr empfohlenen Wein schon im Sommer sehr gute Erfahrungen gemacht hab, hab ich mich auch sofort wieder darauf eingelassen. Und was soll ich sagen, es war kein Fehler!

Dazu wollte ich meine Familie natürlich auch mit einem Gänseessen verwöhnen. Auf meine Art.

Im Kopf hatte ich eine Idee...Gans ganz anders. Und dennoch nicht weit weg von der Tradition.
Mit den klassischen Elementen, die er so gerne mag. Aber dann doch irgendwie anders. Denn mit seiner Weihnachtsgans kann ich sowieso nicht mithalten.

Ich wollte ein Würfelchen Gelee. Zur rosa Gänsebrust. Dazu nur eine aufgeschäumte Sauce aus Geflügelfond und Sahne. Und ein Risotto...

Das Würfelchen könnte ja mit der für unsere Weihnachtsgans üblichen Fruchtnote sein. Orange. Farbe und Geschmack. Ein wenig Schärfe vielleicht. Ingwer?

Und vielleicht noch was ganz "Verrücktes"? In der Ausgabe 11/2013 "Lust auf Genuss" hab ich von Kaffeesalz gelesen. Das könnte doch vielleicht eventuell so ein ganz klein wenig...

Lust auf Genuss 11/2013


Los los Frau Kampi! Es wird Zeit für Experimente!


Das Kaffeesalz ist nicht so schwer herzustellen.
180gr. Meersalz mit 1EL fein und 1TL grob gemahlenen Kaffebohnen, je 1/4TL Vanillemark und Zimtpulver, sowie je 1Msp. Kardamom- und Nelkenpulver mischen.


Ich arbeite in meiner Küche relativ selten mit Gelatine, da ich einfach keine Süßspeisen mag. Aber so wirklich schwierig ist das ja nicht...die Anwendung steht ja auf jeder Packung drauf.

Also hab ich Orangensaft mit Ingwer, Chili und etwas Zucker erwärmt und ziehen lassen. Parallel dazu die entsprechende Menge Gelatine in kaltem Wasser eingeweicht.
Wobei das mit der passenden Menge gar nicht so einfach ist. Frag mal Süßspeisen-Experten in der Facebook-Gruppe "Käptns Dinner". Da sagt dir jeder was anderes! 12 Blatt auf nen Liter Flüssigkeit...oder lieber doch nur 9...(es blieb mir also mal wieder nichts anderes übrig, als ausprobieren)
Dafür musste jetzt die doofe Kaki dran glauben. Ich mag die ja gar nicht (warum hab ich die dann gekauft?), aber die soll jetzt mal noch ein bisschen Farbe an das zu erwartende Gelee geben!

Wobei...hat Kaki nicht dieses blöde Enzym, welches die Gelierfähigkeit der Gelatine beinträchtigt? Oder waren das doch nur Ananas und Kiwi?
Egal! Rein damit, püriert, eingeweichte Gelatine untergerührt und ab damit in die Form...wird schon.

Und es wurde! Vor allem fest, aber nicht zu fest. Und es schmeckte! Genau nach dem, was ich mir vorgestellt hab!

Dazu hab ich die Gänsebrust angebraten und bei wenig Hitze im Ofen rosa gegart, und
Risotto, welches ich mit abgeriebener Orangen- und Zitronenschale auf fruchtig gepimpt hab.
Das Fleisch wurde einfach mit dem Kaffeesalz gewürzt.




Hach war das gut. Und der Wein passte hervorragend dazu! Nur war die Flasche viel zu schnell leer. Aber wenn ihr wollt, frag ich Dorit, wo ihr ihn bekommt.

Uppps...was ist denn da passiert? Leer! Der war aber auch lecker!!!!!!!


P.S.: Alle gesetzten Links in diesem Post sind persönliche Empfehlungen. Sie sind weder gesponsert, noch wurde ich dafür bezahlt. 

Mittwoch, 16. Januar 2013

...da biste platt...

Ich schon wieder. Ja wirklich...da kannste von mir denken, was du willst.

Jaja, ich weiß, erst redet sie davon, ihr Blog einzustampfen. Dann gibts wochenlang nichts neues zu  lesen. Und dann gibts gleich wieder nen neuen Post. Innerhalb kürzester Zeit. Da biste wirklich platt, oder?

Platt wie ein Huhn.

Platt wie ein Huhn? Seit wann ist ein Huhn platt? Und was ist bitte schön an nem Huhn besonderes?

Ich fang da mal ganz von vorne an:

Den Blog von Frau Kampi gibts seit 2010. (im April wird er, also ich, DREI...kreisch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!). Ich hab ganz klein angefangen. Mit ner Pellkartoffel, erinnere ich mich. Aber egal, das gehört jetzt nicht hierher.

Irgendwann hab ich mich dann auch bei Facebook angemeldet. Da wusste ich noch gar nicht, wie dieses social-media-Zeugs funktioniert und wie weitreichend die Auswirkungen auf mein Leben sein werden. Ich hab damals einfach nur nach jemandem aus meiner Vergangenheit gesucht. Gefunden hab ich den/diejenige zwar nicht...

...aber liebe Menschen sind neu in mein Leben getreten.

Eine meiner ersten neuen Facebook-Freundinnen wurde Greta. So recht weiß ich eigentlich gar nicht mehr, wie wir zueinander gekommen sind. Nicht übers Kochen, aber sicher über gemeinsame Kochfreunde.
Egal.
Von der ersten Minute an haben wir festgestellt, dass wir gleich ticken. Seitdem stehen wir im regelmäßigen Austausch...menschlich, koch- und genusstechnisch.

Irgendwann bin ich nach Hamburg gefahren. Zu Greta. Wir waren uns gleich so vertraut, als würden wir uns ewig schon kennen.
Spaß hatten wir...und wie! Da war was mit ner Palme, Frühstück gegen nachmittag, einem laufenden Penis vorm Rathaus und verrückte Mädels, die ich nicht erst seitdem meine Freundinnen nennen darf.

Und ich durfte ihr Huhn essen! DAS Huhn. DAS Greta-Orangen-Huhn! Nie zuvor hab ich ein besseres Huhn gegessen. Ehrlich! Das Rezept so einfach wie raffiniert.

Das Grundprinzip der Zubereitung hab ich von meiner lieben Greta übernommen. Mittlerweile ist mir das in Fleisch und Blut übergegangen. Ich halte mich nicht mehr sklavisch dran. Aber immer, wenn ich ein ganzes Huhn im Ofen zubereite, muss was orangiges dran. Denn nur dann ist es DAS Greta-Huhn.

So auch wieder letzten Freitag. Da ist bei uns Markttag und ich bekomm ein richtig tolles Maishuhn zu kaufen.

Du brauchst wirklich ein gutes Huhn. Mit diesen Turbo-Mast-Pseudo-Dingern aus dem Supermarkt kriegst du nie im Leben ein ordentliches schmackhaftes Ergebnis hin. Versuchs gar nicht erst...lohnt sich nicht!

Das Tier braucht ein Bett. Mindestens Zwiebeln und Möhren sollten es sein. Zum Sattwerden auch noch Kartoffeln. Das hat den Vorteil, dass du eine komplette Mahlzeit ohne viel Stress aus dem Ofen holen kannst.
Du kannst das noch durch andere Gemüse ergänzen. Je nachdem, was du magst. Ich hatte noch ein paar Steckrübenwürfel, etwas Pastinake und Petersilienwurzel.

Die Gemüse gibst du in Portions-Stückchen auf ein Blech oder in eine flache, entsprechend große, Auflaufform.

Du kannst das Huhn so wie es ist auf das Bett legen (später, nach der Maske!). Bei mir wird es plattgemacht.
JA! PLATT!

Keine Angst, du musst nicht drüberfahren. Es genügt, wenn du es am Rücken durchtrennst und aufklappst. Mit einer Geflügelschere geht das ganz leicht (dabei kannst du gleich diese kleinen tollen edlen Dingerchen suchen und auslösen, von denen Arthurs Tochter so schwärmt).
Das hat den Vorteil, dass das Tier gleichmäßiger und etwas schneller fertig gart. Und es wird noch viel mehr Haut knusprig. Deshalb hast du ja auch eine gute Qualität gekauft.

Jetzt kommt das make-up. Lass Butter schmelzen. Da hinein muss Knoblauch. Und Kräuter wie Rosmarin, Thymian...vielleicht auch Salbei. Wie du magst. Und Chili! Die Butter soll die ganzen Aromen aufnehmen. Bei mir muss Zitronenzeste mit rein und Pimenton de la vera. Lass die Butter aber nicht braun werden!

Pinsel das Huhn jetzt mit der herrlich duftenden Würzbutter ein. Wenn du dein Essen liebst, pinselst du nicht nur, sondern massierst das Fleisch. Du kannst dem Tier auch unter die Haut fahren! Alles was an Kräutern in der Butter schwimmt kommt mit dran.

Und vergiss die Orangen nicht!!!! Ohne Orangen kein Greta-Huhn!
Ich variiere gerne. Mal mehr Zitrone, manchmal auch mehr Orange...dieses mal Kumquat.Unbehandelt soll sie sein, damit du sie samt der Schale verwenden kannst. Wenn du das Huhn nicht platt machst, füllst du Orangenstücke in den Bauch. Ansonsten legst du sie schön untendrunter.

Der Ofen ist schon heiß, oder?

Dann gießt du jetzt noch einen Schluck Wein an und schiebst das Blech mit allem Drumunddran in den Ofen.


Garzeit? Temperaturangabe? Upps...da erwischt du mich kalt.

Vielleicht kann dir da GRETA weiterhelfen. Ich weiß nämlich, dass sie ihr Huhn auch verbloggt...ohne vorherige Absprache (ich sag ja, Schwestern im Geiste).

Lass dem Tier einfach die Zeit, die es braucht. Erst durchgaren lassen, dann bei etwas mehr Hitze Farbe geben. Das Hühnchen hatte Zeit zu wachsen und Geschmack auszubilden.Und genauso braucht es auch im Ofen Zeit.
Irgendwann fängt es an köstlich zu duften. Dann weißt du, der Weg ist der richtige. Wenn das Huhn garsein will, wird auch die Haut knusprig.
Ein bisschen Flüssigkeit darfst du gerne angießen, damit die Gemüse gar werden und Geschmack annehmen. Geflügelfond ist klasse, aber auch Wasser tuts zur Not.

Und dann holst du ein köstlich duftendes, goldgelb glänzendes Huhn aus dem Ofen, dem keiner widerstehen kann.


Hach...mir tropft schon wieder der Zahn. Ich brauch nur dran zu denken und schon hab ich diesen Duft in der Nase und den Geschmack auf der Zunge...

...und ich bin in Gedanken in Hamburg, bei Greta und schwelge in Erinnerung.






Mittwoch, 6. April 2011

Komm her mein Täubchen!

Als ich so kurz vor dem Wochenende auf meiner Facebook-Seite angekündigt hab, dass es bei uns Taube gibt, waren die Reaktionen anders, als ich es erwartet hatte. Es gab Hurra-Stimmen. Und es gab diejenigen, die sagten "mag ich gar nicht".

Ich weiß gar nicht, was ihr habt. Ich finde die absolut delikat.


Das Fleisch duftet schon beim Zerteilen leicht wildig. Und da wir ja sowieso absolute Wildfans sind, ist das somit genau das richtige.

Ich hab ja hier schon mal welche zubereitet, damals mit Linsen. Für mich gehören Taube und Linse irgendwie zusammen. Und das nicht erst seit Aschenputtel.
Genau das hatte ich diesmal auch geplant. Allerdings ist mir das erst aufgefallen, als ich mir den Post wieder hervorgekramt hab. Tja, wozu so ein Blog alles gut ist!

Gekauft hab ich sie auf dem Wochenmarkt, bei meinem Geflügelhändler. Bei dem krieg ich auch Lamm, Kaninchen oder Wild. Wobei wir für letzteres eine bessere Quelle haben.

Und da ich schon mal auf dem Markt war, bin ich gleich noch beim Gemüsehändler vorbeigeschlurft. Der freut sich immer, wenn er mich sieht und hat auch immer ein nettes Wort. Nicht nur für mich, sondern für alle seine Kunden.
Er brauchte mich auch gar nicht drauf hinweisen, dass er wieder frischen Spinat im Angebot hat. Hatte ich doch schon welchen in meine Tüte gepackt. Ein paar schöne neue Kartoffeln aus Italien mussten noch mit, obwohl ich die gar nicht für meine Täubchen brauchte. Das der Marktbesuch immer was zum Schmunzeln bereit hält wisst ihr ja schon von hier und hier.

Insgesamt hab ich drei Tierchen mit nach Hause gebracht, da sie diesmal etwas kleiner waren. Die wurden dann sorgsam zerteilt in Brust und Keulen und die Karkassen durften dann mit in den Topf in welchem schon das Suppenhuhn vor sich hinköchelte.

Ich hatte vor das Fleisch sous vides zu garen, da konnte mein neues Bratenthermometer gleich mal zeigen, was es so drauf hat. Ich hab mir also erst mal eine Gewürzmischung gebastelt aus verschiedenen Pfeffersorten (schwarzer, Mohren- und Langpfeffer), dazu noch etwas Szechuanpfeffer (der ja eigentlich gar kein Pfeffer ist), Korianderkörner und Zitronenzeste.


Etwas Olivenöl dazu. Damit pinseln wir (also ich)dann die Taubenteile ein und vakumieren sie(also der Herr Kampi). Schön getrennt nach Brust und Keule. Das lassen wir (beide, wobei der Herr Kampi immer etwas ungeduldiger ist als ich) dann im Kühlschrank erst mal über Nacht schön marinieren.


Am Sonntag hab ich dann als erstes einen großen Topf, bzw. einen Bräter mit Wasser aufgesetzt. Da hinein kommen die folienummantelten Fleischstücke, das Thermometer mit dazu und dann heißt es warten, bis das Wasser etwa 58°C hat. Ich hab das ganze zwecks Platzmangels in den Ofen geschoben, der bei geöffneter Tür und niedrigster Regelung etwa 80°C hatte. Wie lange der Vorgang gedauert hat, kann ich gar nicht mehr so genau sagen. Aber es waren schätzungsweise bestimmt zwei Stunden.
Mein neues Thermometer hat mir dabei gute Dienste geleistet. Eine echt tolle Sache ist, dass es sowohl die Temperatur im Gargut, bei mir diesmal die Wassertemperatur, als auch die der Umgebung, also der des Backofens gleichzeitig messen kann. Nur etwas nachteilig finde ich, dass man den Alarmton nicht abstellen kann ohne das Thermometer ganz abzuschalten. Oder sollte ich doch mal die Bedienungsanleitung lesen?

In der Zwischenzeit hab ich den Spinat gewaschen, grob zerzupft und in einer heißen Pfanne zusammenfallen lassen. Nach dem er etwas abgekühlt war, hab ich ihn noch etwas feiner geschnitten und in einer Schüssel mit Frischkäse, geriebenem Parmesan, einem Eigelb, Salz, Pfeffer, Muskat und Zitronenzeste verrührt. Das diente als Füllung für meine Ravioli.

Hatte ich eigentlich erwähnt, dass sich der Pastateig den ich zusammengeknetet hab, schon schön in seiner Folie entspannt hat? Nein? Na wie soll ich denn Ravioli füllen ohne Pastateig? Habt ihr gedacht, ich kann zaubern?

Also der Pastateig wird mit der Nudelmaschine ausgerollt und gefüllt und zusammengeklappt und in Ravioli geschnitten. Die Ränder noch ein wenig mit der Gabel zusammendrücken. Dann dürfen die auf dem bemehlten Brett warten, bis sie ins kochende Nudelwasser dürfen.

Für die Sauce hab ich eine Schalotte in ganz feine Würfel geschnitten und glasig angeschwitzt. Ablöschen mit Portwein. Einige Zweige Thymian dazu und mit dem Hühnerfond aufgießen. Das darf jetzt schön in Ruhe vor sich hinziehen, damit sich das Aroma des Thymians schön entfalten kann und das ganze einreduziert. Gebunden wird mit etwas Speisestärke (ich muss mir jetzt endlich mal dieses Pfeilwurzmehl zulegen, damit AT nicht wieder mit mir schimpft!). Abschmecken nur mit Salz und etwas Pfeffer.

Für die Linsen ebenfalls Schalotten andünsten, Puy-Linsen zugeben, kurz rühren. Mit Brühe aufgießen, so dass die Linsen gerade mal so bedeckt sind. Ganz sanft gar ziehen lassen. Notfalls muss Brühe nachgegossen werden. Wenn die Hülsenfrüchte gar sind etwas Butter (seit ich Horst Lichter im Fernsehen gesehen hab, weiß ich, das ETWAS BUTTER ein dehnbarer Begriff ist. Herrlich!) und Balsamico unterrühren und salzen.

Endlich dürfen auch die Fleischstücke aus der Folienhülle. Es duftet schon herrlich. Die Pfanne ist heiß. Also  nur noch kurz im heißen Fett anbraten. Hitze runter drehen und ein wenig roten Port angießen. Die Pfanne schön schwenken, bis alles schön glasiert ist.

Fast hätte ich die Karottenspaghetti vergessen zu erwähnen. Die fand ich als Farbtupfer sehr passend. Mit dem Julienneschäler hab ich sie aus den Karotten gehobelt. In etwas Kräuterbutter angeschwenkt und mit Limettensaft und Salz gewürzt. Geschmacklich passten sie sehr gut dazu.


Schön auf dem Teller drapieren wird mir mittlerweile immer wichtiger. Der Herr Kampi will ja das perfekte Foto schießen. Dabei betreibt er einen ganz schönen Aufwand. Mittlerweile stehen in unserem Wohnzimmer drei große Fotolampen...Softboxen oder wie auch immer man das nennt. Da mutiert das Essen oft zu einem Fotoshooting. Der junior findet es meist etwas nervig. Aber er bekommt immer seinen Teller zuerst.



Und welches Tellerfoto gefällt auch jetzt besser?

P.S.: Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier, dass der Herr Kampi mich nicht sein Täubchen nennt! Aber was er für einen Namen für mich hat, werde ich euch natürlich nicht verraten!

Donnerstag, 24. März 2011

Ein schönes Mädchen ist schnell verlassen, eine gute Köchin nicht...

Diesen Satz hab ich am letzten Freitag auf dem Wochenmarkt von einer älteren Dame gehört, als ich beim Geflügeldealer in der Schlange stand, um den Gockel für das sonntägliche Mahl zu besorgen. Ich musste schon sehr schmunzeln. Noch mehr, als sie dann noch anfügte, dass sie ja schon über 40 Jahre verheiratet sei.
Gut, ob das an ihren Kochkünsten liegt, kann ich nicht beurteilen, aber irgendwie hat sie recht, oder?

Ich hab euch ja angedeutet, dass ich diese Woche mit meiner Posterei etwas das Programm umgestellt hab. Ich hoffe ihr seid mir nicht allzu böse.
Gestern hab ich euch ja schon den Mund etwas wässrig gemacht, wie ich den zahlreichen Kommentaren entnehmen konnte.
Ihr habt ja auch schon fleißig geraten, was dahinter stecken könnte. Aber so richtig richtig gelegen habt ihr nicht. Deshalb werde ich das Gehaimnis mal lüften.

Das Mittagsmahl bestand diesmal aus Vor- und Hauptspeise.

Als Hauptgang gab es den Gockel, der eigentlich ein wunderschönes goldgelbes Maishuhn war.
Das hat mir der Herr Kampi erstmal ordentlich in Brust und Keule zerlegt. Die Karkasse wanderte dann in den Topf, um daraus einen wunderschönen Fond zu kochen, der dann auch die Grundlage für die Sauce bildete.
Unter die Haut hab ich ordentlich Kräuterbutter geschoben, die Teile dann angebraten, etwas Gemüse in der Pfanne angeröstet, mit Wein und dem Fond aufgefüllt und mit einer zerteilten Orangeund etwas Knoblauch und Lorbeer in den Ofen geschoben.  Nachdem die Brüste fertig geschmort waren, durften sie in Alufolie gewickelt auf die Keulen warten.
Die Sauce durch ein Sieb gegeben, etwas einreduziert, mit Butter gebunden und fertig.

Dazu gabs Bandnudeln aus eigener Herstellung. Das bewährte Rezept. Wobei ich diesmal eine ordentliche Portion Pimenton de la Vera untergemischt habe. Das ergab nicht nur eine schöne orange-rote Farbe, sondern einen herrlichen fast Chorizo ähnlichen Geschmack.


Passte super zu dem Huhn. Für die Farbe auf dem Teller gabs dann noch ne Portion frischen Spinat aus der Pfanne dazu, der mit selbstgemachter Kräuterbutter abgeschmeckt wurde.

...da konnte einer nicht warten und hat schon genascht

Das Hauptgericht alles in allem nicht sonderlich spektakulär, wobei mir der Pastageschmack aber wirklich gut gefallen hat.

Aber die Vorspeise war das Highlight. Super toll im Geschmack, frisch, würzig...Und optisch ein Kracher. Habt ihr ja schon bemerkt.


Und total easy vorzubereiten.
Das Originalrezept stammt von Cucina Piccina, da hieß es Meerettich-Buttermilch-Pannacotta.

Ich hab mich eigentlich zu fast 100% an das Originalrezept gehalten. Deshalb schreib ich das gleich mal ab:

4 Blatt weiße Gelatine
25 g frischer Meerrettich
250 ml Buttermilch
150 ml Schlagsahne, Salz
Blütenpfeffer (nach Belieben)

1. Für die Pannacotta die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Meerrettich schälen und fein (fein!) reiben. Meerrettich, Buttermilch und 100 ml Schlagsahne verrühren. 2. Die restlichen 50 ml Schlagsahne in einem kleinen Topf erwärmen. Von der Kochstelle nehmen. Die Gelatine ausdrücken und unter Rühren in der warmen (nicht zu heißen) Sahne auflösen. Die Gelatine-Sahne-Mischung nun unter die Meerrettich-Buttermilch rühren. Kräftig salzen. In 4 Förmchen füllen, mit dem Blütenpfeffer bestreuen und abgedeckt mindestens 4 Stunden (oder über Nacht) kalt stellen.

Kleine Änderung meinerseits:
  1. Blütenpfeffer hatte ich nicht --> weggelassen
  2. die Sahne vor dem Mischen leicht schaumig geschlagen -->sorgte für den nötigen Fluff und deshalb war es dann auch mehr eine Mousse als eine Panna Cotta
  3. das ganze im Eiswasser vorsichtig kalt gerührt, bis es anzog, damit ich dann eine ordentliche Portion Kresse unterheben konnte und diese sich gleichmäßig verteilte
In Espressotassen verteilt, durften die dann über Nacht kalt stehen. Am Sonntag hab ich die Förmchen in heißes Wasser getaucht und die Mousse auf Teller gestürzt. Dazu hab ich dann ein paar Scheiben rotfleischige Forelle gereicht, die ich schon einige Tage zuvor so gebeizt hab:
 
2 frische Forellenfilets (a`125-200 gr.) mit der Pinzette entgräten und mit der Hautseite nach unten in eine flache Schale legen.
4 Wacholderbeeren, 1Tl Koriandersaat, 5 Pfefferkörner im Mörser grob zerstoßen.
1Tl Zucker (ca. 8 gr.)und 1El Meersalz (ca.12 gr.)zufügen, fein zerstoßen und über dem Fisch verteilen.
1Bund Dill hacken und ebenfalls auf den Fisch streuen.
Den Saft ½ Zitrone und einige Spritzer Holunderblütensirup (ich verwende gern auch Holunderblütenlikör statt des Sirups… Gin geht aber auch! Notfalls ganz weglassen!) über den Fisch geben.
2 Orangen schälen( Bio-Orange mit Schale) in Scheiben schneiden und auf den Fisch legen. Bei der rotfleischigen Forelle nehm ich am liebsten Blutorangen.
Abgedeckt und eventuell beschwert im Kühlschrank mind. 12 Stunden ziehen lassen. 
Zum Servieren in dünne Scheiben schneiden.


Dazu gab es dann einige in sehr dünne Scheiben geschnittene Radieschen, die mit einer Vinaigrette aus Blutorangensaft, Olivenöl, Rotisseur-Senf, Salz, Pfeffer und Zucker angemacht wurde.



Frühlingsfrisch das ganze auf dem Teller, das hat uns sehr gefallen. Das Wetter passte ebenfalls dazu.
Und da der Frühling hoffentlich noch lange dauert, werde ich das Ganze sicher noch mal machen... Vielleicht als Teil des Kampi-Geburtstags-Büfett, mal sehen.

Montag, 17. Januar 2011

... und es begab sich zu einer Zeit...

...so oder zumindest so ähnlich beginnt die Weihnachtsgeschichte! Ihr wisst doch... Weihnachten...
Das ist das mit dem Bäumchen und den Kerzen und den Geschenken und dem Gänsebraten!
Machts Klick?
Gefühlte 100 Tage her, aber eigentlich erst wirklich reichlich 3Wochen.

Ja ist denn schon wieder Weihnachten?
Na, wenn es nach diesen Kerlchen hier geht schon.



Die haben es doch tatsächlich geschafft, sich meiner Aufräumaktion zu entziehen und sich auf dem Fensterbrett in meiner Küche zwischen der Petersilie und dem Dill versteckt.
Aber jetzt kommen sie in ihr seidenpapierenes Bettchen und dürfen dort bis zum nächsten Einsatz ausschlafen.

Und irgendwie passen sie heute zu meinem Post.

Ja wie gesagt,
es begab sich zu einer Zeit...

...damals, vor vielen Jahren, als meine Kochkünste gerade mal so für den Alltag reichten, wurde die Tradition geboren, dass der Herr Kampi für die Weihnachtsgans zuständig wurde.
Damals, als die Familie noch etwas größer war. Da gab es noch den Großvater und die Großmutter, den Großonkel mit der Großtante... Und für alle gehörte die Weihnachtsgans zu Weihnachten wie der Baum und die Geschenke.
Und da der Herr Kampi eine gar vorzügliche Gans zuzubereiten wusste, wurde er des öfteren gebeten, das Geflügel für alle zu brutzeln. Da hatten wir schon mal ein Jahr in dem ganze 5 Gänse in den Ofen wanderten und köstlich duftend und gebräunt diesen dann auch wieder verlassen haben.

Mittlerweile sind sowohl der Großvater als auch der Großonkel nicht mehr unter uns und die alten Damen verbringen ihren Lebensabend in einem Altersheim und sind weder körperlich noch geistig in der Lage mit uns an der Weihnachtstafel Platz zu nehmen.
Und deshalb ist die Zahl der Gänse in den letzten Jahren auf zwei geschrumpft.
Die eine bekommen wir aus dem Nachbardorf, wo sie von den Eltern einer Freundin liebevoll gefüttert werden. Für die andere müssen wir etwas weiter fahren. Die füttert seit zehn Jahren der Bruder einer Berufskollegin.
Beide wurden dann ein bis zwei Tage vor dem Festmahl zusammen mit dem Junior gesalzen, mit Apfel, Zwiebel, Orange und Beifuß gefüllt und über Stunden ins Rohr geschoben.

der Herr Kampi kann auch klöppeln!
Danach in Stücke geschnitten und gebräunt, die Sauce entfettet und gebunden. Zum Servieren wurden die besten Stücke dann herausgesucht und den Gästen, also meinen und seinen Eltern sowie dem Bruder nebst Freundin, serviert.
Und die Stücke, die nicht so perfekt waren gabs dann in den darauf folgenden Tagen, bis uns das ganze mehr oder weniger zum Hals raushing.

Da aber mittlerweile der Bruder wieder solo ist (der sucht noch!!! und kocht gut!!!) und ja auch nicht mehr ganz so viel (Gans) gegessen wird, beschlossen wir im letzten Jahr, dass ja eine Gans reichen würde. Und wir haben ja das Vergnügen uns die entsprechende Größe selbst heraussuchen zu dürfen.
Also wurde der Vogel, der den weiteren Weg zu uns hat gebeten, doch woanders hinzufliegen. Leider hatte sich der Züchter aber darauf verlassen, dass wir sein Vögelchen wie schon in den Jahren zuvor bei ihm abholen. Und da wir ein schlechtes Gewissen hatten, haben wir es auch brav abgeholt.
Da wurde sie eben zerteilt, die Teile eingefroren und aus der Karkasse ein Fond gezogen, der schon für das Weihnachtsmahl die Grundlage für die Sauce bildete.
Und von der Weihnachtsgans blieb auch noch jede Menge Gänseschmalz übrig. Ein Teil davon wird in Zukunft ab und an mal auf unserem Brot landen.
Und mit dem restlichen beschloss ich letzte Woche, mal Keulen zu confieren. Das hatte ich noch nie gemacht.

Im Netz habe ich dazu aber nichts wirklich brauchbares gefunden. Schade.
So hab ich mich mal rangetastet.
Die Keule nach dem Auftauen gesalzen und in einen Topf gelegt. Etwas Lorbeer, Thymian und Beifuß dazu und mit dem Fett übergossen. Dann bei ca. 90°C (niedriger krieg ich meinen Backofen trotz eingeklemmten Kochlöffels nicht) für 2-2 1/2 Stunden ins Rohr. Nach der Zeit hatte sich aber noch nicht wirklich viel getan, außer, dass es köstlich nach Gans duftete.



Deshalb mal schnell bei FB einen Hilferuf gestartet. Aber AT ( die hat echt Ahnung vom Kochen und von Geflügel sowieso!) war grad nicht da. Also weitermachen!
Stunden später, so gegen Mitternacht hab ich die Keulen erst mal ausgemacht (also mehr den Ofen).

Am gestrigen Morgen dann eine Nachricht von Astrid. Was denn meine Keulen so machen und ob ich mit Deckel oder ohne confiere.
Ach mit Deckel? Also den Deckel drauf und dann noch einmal für zwei Stunden in den Ofen. Das müsste bis Mittag passen.
Zur Sicherheit habe ich aber noch eine Brust aus dem Gefrierfach genommen. Die wollte ich bei Niedrigtemperatur garen. Da ich nicht über die nötigen Gerätschaften verfüge (Vakumierer und Emily), hab ich die Hautseite gesalzen und mit Zitronenabrieb bestreut, dann in zwei Lagen Frischhaltefolie und anschließend stramm in Alufolie gewickelt,  in einen Topf mit heißem Wasser gegeben und langsam vor sich hinziehen lassen.


 

Nachdem ich die Garprobe gemacht habe (Rouladennadel), aus der Folie gewickelt, die Hautseite eingeschnitten (vorher die Zeste abgerieben) und in der heißen Pfanne kross gebraten.


Als Beilage ist mir lange nichts so richtig eingefallen. Klassisch gibts ja bei uns zur Gans immer Semmelknödel, aber das war mir zu poplig. Da hab ich dann den Wirsingkopf in meinem Gemüsefach entdeckt. Die äußeren Blätter erst mal blanchiert und im Eiswasser abgeschreckt.
Und was dann damit anfangen? Braten, oder was?

Dann kam mir doch wieder der Gedanke mit den Semmelknödeln.Da ich noch ein Baguette im Brotkasten hatte, war die Masse schnell vorbereitet. ganz klassisch mit Ei und Milch, glasiger Zwiebel, Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Und diese Masse hab ich dann in die blanchierten Blätter gewickelt. Für die Klugsch... unter euch, ich habe den Strunk rausgeschnitten!




Dann hab ich sie in der Pfanne einmal rundrum ganz sanft angebraten und unter dem geschlossenen Deckel mit einem Schuss Wasser fertig gedämpft. So hatten die Röllchen gerade die richtige Portionsgröße.

Aber so eine kleine Beilage wollt ich trotzdem noch. So hab ich die Lorbeer-Chili-Äpfel von der Martinsgans wieder reaktiviert.  Die passen super zur Gans, das findet auch der Herr Kampi.


Und die Sauce ganz easy, Zwiebel in Würfeln anschwitzen mit etwas Weißwein ablöschen, Gänsefond dazu und runterreduzieren. Dann mit Orangensaft abschmecken und gut! Nix andicken, keine Butter, nix!

Und wenn du jetzt denkst, die Keulen müssen doch nun mal fertig confiert sein. So dass, wie Astrid es sagt, das Fleisch fast vom Knochen fällt. Denkste, immer noch total fest. Ich nehme trotzdem eine aus dem Fett und brate die Haut in der Pfanne knusprig an und drapiere alles schön auf dem Teller.



Aber die sind einfach noch nicht so weit. Also wieder rein in den Topf und in den Ofen. dann eben nur die Brust. Aber auch die ist, trotz dass sie so langsam gegart und in der Mitte schön rosa ist, sehr derb und fest in der Fleischstruktur.
Kann es also vielleicht doch sein, dass die Qualität nicht ganz so optimal war? Geschmacklich wirklich super, aber.... naja. Ich hab ja noch eine Brust eingefroren, die brate ich dann irgendwann mal ganz traditionell. Und dann wird verglichen.

Aber die Geschichte der Keulen ist noch nicht ganz zu Ende erzählt. Ich hab sie ja wieder in den Ofen geschoben. Nach dem Essen hab ich die Küche wieder auf Vordermann gebracht und dann haben wir uns zu unserer Sonntagsrundfahrt aufgemacht. Und die Keule hab ich doch glatt im Ofen vergessen. Weil der Herd soweit runtergeregelt war, das man das Gas nicht mehr rauschen gehört hat. Als wir dann am Abend wieder zu Hause waren, hab ich sie aus dem Ofen genommen. Und sie waren immer noch fest!

Heute mittag hab ich sie dann in der Pfanne angebraten und in der Sauce im Ofen noch einmal für eine halbe Stunde geschmort. Dann waren sie essbar. Das Fleisch war weich, aber in der Struktur immer noch recht grob. Aber auf jeden Fall werde ich wieder einmal confieren. Vielleicht mal Kaninchenkeulen, oder Lamm?

Naja: Und wenn sie nicht gestorben sind, confieren sie noch heute!

Samstag, 18. Dezember 2010

Immer samstags...

... ist der Briefkasten voll, randvoll. Voll von diese schönen bunten Blättchen, die so viel versprechen. Und jetzt in der Weihnachtszeit noch viel mehr. Sowohl noch dickere Werbeheftchen als auch noch größere Versprechen.

Da wird das ultimative Weihnachtsgeschenk versprochen, natürlich hat das nur Supermarkt A. Aber auch Discounter B verspricht uns, nur das beste zu haben. Natürlich zum absoluten und unendlichen Billig-Preis.



Ganz verrückt treiben es Lidl, Penny, Netto und Co natürlich mit Edelfood. Feinkost wo hin man schaut. Das kochen liegt ja im Trend und da muss es schon was richtig gutes sein, nur ja nicht zu teuer. Denn auch derjenige, der nur wenig Geld zur Verfügung hat, soll ja gerade Weihnachten auch mal was ganz besonderes essen und trinken. Da wird Champagner beworben, zu einem Preis, bei dem keiner nein sagen kann. Natürlich auch andere edelste Weine und Spirituosen.
Und was es da noch so alles gibt:


















Der Hummer im Eisblock ist ja ein vertrauter Bekannter aus dem Tiefkühlregal.







Dann haben wir natürlich noch das edelste von Wild und Geflügel.
Ein absoluter Renner scheint dieses Jahr feinste Confiserie zu sein. Die finde ich mittlerweile in jedem bunten Blatt. Natürlich für einen Super-Duper-Billigpreis, was denn sonst. In bester Qualität! Wir müssen doch alle sparen. Aber genießen wollen wir schon.
Und bei Penny kann ich sogar eine Tragetasche erstehen, mit der ich mich auch in der Öffentlichkeit sehen lassen kann und natürlich sofort als preisbewusster Genießer erkannt werde. Toll.
(nur nicht zu voll machen, mit den Schnäppchen. Der Henkel macht nicht den festesten Eindruck!)

..ich bin eine Königin! ...ich genieße...und spare!

Und die Menschenmassen, die sich gerade am heutigen Samstag in jenen Märkten durch die Regale wühlten geben den Konzernen doch recht!

Aber wehe du brauchst was ganz normales!!!!

Ich geb ja zu, ich habe mich auch in die Menge gestürzt. Aber nur, weil mein Wochenendeinkauf anstand. Wir waren ja gestern schon unterwegs, um noch ein paar Highlights für das Adventsmenue und ein paar letzte Geschenke zu besorgen. Aber die Standardsachen, wie Butter und Milch kaufe ich meist im Supermarkt. Und da aufgrund der Kälte mein Gemüsehändler nicht auf dem Wochenmarkt seinen Stand aufbauen konnte, musste ich notgedrungen etwas Suppengemüse, wie Karotten, Lauch und Sellerie im Supermarkt kaufen.

Das hätte ich mir echt sparen können. Der Sellerie entpuppte sich nämlich nach dem Aufschneiden als faules Ei!



Booooah, ich war echt geladen! Wollte ich doch heute das Rindfleisch für die Suppe für den ersten Feiertag aufsetzen. Gott sei Dank hatte ich noch getrockneten zur Hand (Eigenproduktion!)

Nach soviel Ärger musste ich dann erst mal was leckres kochen. Den Stress wegkochen, quasi.

Und was gibt es da besseres als ein Hühnchengericht?

Vier französische Perlhuhnkeulen hab ich mir aus der Metro mitgebracht.
Denen löse ich erst mal ein wenig die Haut von den Füßen, um darunter etwas Maroni-Butter zu schieben.

 

Dann salzen und pfeffern und in etwas Butter mit Knoblauch und Thymian sanft anbraten. Das muss wirklich sehr vorsichtig geschehen, damit die Butter nicht zu dunkel wird und Knoblauch und Kräuter nicht verbrennen. Hat das Fleisch schön Farbe bekommen, nimmt man es heraus und brät in Spalten geschnittene Schalotten an und löscht mit etwas Weißwein ab. Etwas Lorbeer und Zitronenschale dazu und ab in den Ofen.
In der Zwischenzeit etwas Instantcouscous zubereiten. Eine Hand voll Mandeln überbrühen und schälen, danach grob hacken. Zwei bis drei Datteln in Streifen schneiden. Eine Schalotte fein würfeln, ebenso eine halbe Chilischote.
In einer Pfanne etwa einen Löffel Maroni-Butter schmelzen, die Mandeln, den Chili und die Datteln zugeben, kurz erhitzen. Dann den körnigen Couscous zugeben. Mit Fleur de Sel würzen. Abschmecken mit Zitronenzeste und etwas Saft. Kurz vor dem Servieren die fein gehackte Schalotte unterheben.

Als Beilage hab ich noch ein paar angebratene Kräuterseitlingstreifen dazugegeben. Und da mir nach Reis war, hab ich für  mich einen Kurkumareis gekocht, den ich auch mit etwas Zeste abgeschmeckt habe. Farblich passte der sehr gut dazu und hat mit seinem würzigen Aroma besser zu dem Gericht gepasst, als ich ursprünglich gedacht habe.


Und da es so fein geschmeckt hat, obwohl es so schnell und einfach zu kochen war, war ich auch wieder mit meiner Umwelt versöhnt.
Und ich habe dem Herrn junior den Vorschlag gemacht, heute nachmittag zusammen mit ihm ein Geschenk für seine Freundin zu suchen.

Und wir sind auch fündig geworden, ganz entspannt in einer fast leeren Innenstadt. Schade für die Stadt, schön für mich.

Sonntag, 5. Dezember 2010

Bin schon wieder weg - keine Zeit!

Sorry, ihr Lieben! Ich hab heute gar keine Zeit! Eigentlich dürfte ich gar nicht hier sitzen und schreiben.

Eigentlich bin ich auch schon wieder so gut wie weg. In unsere Ski-Hütte. Dieses Wochenende ist doch Weihnachtsmarkt in unserer Stadt. Und da haben die Kampis ihre Ski-Hütte eröffnet...

Ach, was erzähl ich hier schon wieder so ausführlich? Keine Zeit, davon berichte ich später.

Aber was essen müssen wir. Quasi ein Schnellgericht. Zum Einkaufen war ja auch keine Zeit!
Deshalb ne Entenbrust aus dem Frost geholt und aufgetaut.

Was gab es denn nun?

Die Entenbrust klassisch gebraten, dazu nen Haselnuss-Couscous, Ingwer-Orangen-Möhren und eine Rotwein-Sanddornlikör-Sauce.
Unter den heutigen Umständen ging es sehr schnell und hat gut geschmeckt.

Jetzt schnell noch das Foto und dann bin ich auch schon weg....

Sonntag, 14. November 2010

Na schönen Dank auch!

Was ist denn eigentlich hier los? Echt jetzt!
Ich bin Blogger geworden, weil ich neue Rezepte kennenlernen wollte, ne andre Sicht auf die Dinge sozusagen. Neue Garmethoden, neue Impulse! Ich wollte mich virtuell aus meinem kleinen Kochloch befreien!
Regional kochen, saisonal noch dazu! Und das alles neu interpretiert. Das hat mich fasziniert. Und deshalb ist doch "Frau Kampis Küche" erst entstanden.

Und dann das!!!!!

Leute, was ist denn los mit euch? Wo ist denn die regionale, saisonale Küche?

 Am 11.11. war Martinstag!
Und ich wollte Martinsgans! Aber nicht traditionell, im Ganzen gefüllt, mit Rotkraut und Klößen!
Ich wollte sie modern, neu interpretiert, irgendwie ... Was weiß denn ich! Dafür hab ich doch euch!

Hab ich gedacht! Und dann das!
Wo sind denn eure Rezepte? Wie macht ihr denn ne Gans? Ich suche und suche und suche... NIX!

Gut, Pixelmanie hatte wenigstens ein paar Fotos! Zwar Gans ganz traditionell, aber sie hatte wenigstens Gans!
Und auf Claus kann man sich in der Beziehung auch verlassen! Nur hat der die Möglichkeit, das Federvieh gaaaanz laaaangsaaaam bei niedriger Temperatur laaaange genug vor sich hin schmurgeln zu lassen. Da hab ich (noch) nicht die Technik zu!

Da war ich ganz schön aufgeschmissen. Ihr habt mir da echt nicht wirklich weiter geholfen.

Aber ich wollte doch Gans!
Der Wunsch meinerseits ist, die Tradition einer Martinsgans ins Leben der Familie Kampi zu rufen. Ich will halt auch mal Gans braten. Denn das ist sonst eigentlich des Herrn Kampi sein Revier (wasn deutsch!). Der macht sie bei uns am ersten Weihnachtsfeiertag. Und der macht das wirklich gut! (Ich werde euch davon sicher noch berichten!)
Da hab ich nichts zu sagen! Da steht mir dann nur die Rolle der Assistenz und Putze zu. Da hab ich nur als Beiköchin und Beistand zur Seite zu stehen!

Und deshalb gibt es seit vorigem Jahr bei uns am Wochenende nach dem 11. 11. Martinsgans. Voriges Jahr im ganzen, zusammen mit Freunden genossen.
Und dieses Jahr sollte es Gänsebrust sein.
Und die hab ich eben am Freitag auf dem Markt bei unserem Geflügelhändler gekauft, ohne wirklich einen Plan zu haben, wie ich sie zubereite.
















Apfel wollte ich dazu. Und Rotkraut. Und Walnüsse. Und sonst? Immer noch keinen Plan!

Da ihr mir nicht helfen wolltet, hab ich mein Rezept eben selber gebastelt.
Und ich verate euch deshalb auch nicht, wie ich es gemacht habe!!!!!
Bastelt auch doch eure Martinsgans selber!

Nur soviel:

Es gab Gänsbrust, bei Niedrigtemperatur gegart, Lorbeer-Chili-Äpfel im Calvados-Gewürzsirup, Ingwer-Orangen-Rotkraut und Kartoffelrösti. Dazu eine Sauce aus Calvados und Geflügelfond.


nach dem Garen, vor dem Bräunen
Gewürzäpfel

Na neidisch?






























 
Und den haben wir dazu getrunken:

Montag, 30. August 2010

Was so alles in Frau Kampis Küche landet... und wer ist eigentlich Karl-Heinz?

Ich hatte ja nun schon so einiges in meiner Küche. Den grünen Rausch, Ungeziefer, allerlei anderes Getier, ja sogar ein Mordopfer. Aber Außerirdische?

Ja, sie sind wirklich bei mir gelandet!
Nein, ich habe nicht zu tief ins Glas geschaut. Obwohl ich es wie Biolek halte: Küchenwein muss sein!

Aber schaut doch selbst, das sind doch UFOs oder?

Mein netter Gemüsehändler vom Wochenmarkt hatte die am Freitag für mich, zum halben Preis. Die würde niemand kaufen, weil die Leute das in der Provinz nicht kennen. Dann sinds eben jetzt meine!

Überhaupt war meine Marktrunde sehr erfolgreich. Ich hab noch eine große Tüte mit Erbsenschoten erstanden, zwei Täubchen und Lammkotletts.

Von den Täubchen hab ich die Brüste und Keulen abgetrennt und aus der Karkasse einen Fond gekocht.

Beim Auslösen der Geflügelteile kam mir dann mal wieder eine lustige Episode in den Sinn, die ich euch nicht vorenthalten will:

Es geschah im Jahre 2007, genauer gesagt im September.
Der Herr Kampi und ich hatten das Vergnügen, an einem Kochkurs mit Ralf Zacherl in Berlin teilnehmen zu dürfen.
Und genau in jenem Kurs lernten wir, wie man Geflügel richtig zerteilt. Damals Stubenküken. Jeder durfte mal ran und eins zerlegen. Und da gabs einen, Karl-Heinz, ein Typ wie ein Schrank, groß und ein Kreuz wie Arnold Schwarzenegger zu seinen besten Zeiten. Und genau jener konnte das knacken der zarten Knöchelchen nicht ab. Er wollte diesem armen Tierchen nicht weh tun! Er war einfach nicht in der Lage, das Vögelchen zu zerteilen. Er bekam eine Gänsehaut und wurde ganz blass.
Wir haben uns wirklich göttlich amüsiert!
Und was musste dieser große starke Kerl stattdessen machen? Er hat aus blanchierten Babyspinatblättern eine Spinatmatte gelegt! Mit einer Engelsgeduld!  Damit wurden dann acht Portionen Fisch umwickelt. Eine echte Fisselarbeit!
Ralf Zacherl hat ihm die noblen Gedanken dann auch auf seiner Schürze verewigt: "Retter der Stubenküken"

Lieber Karl-Heinz, solltest du auch unter die Blogger gegangen sein und dich an diese Episode noch erinnern, meld dich doch bitte bei mir. Ich würd mich riesig freuen!!!

Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich mal wieder ein Geflügel auf der Arbeitsfläche liegen habe. Dann denke ich wieder an Karl-Heinz.

Aber eigentlich wollte ich euch ja beschreiben, was bei uns am Sonnntag auf dem Teller gelandet ist.

Die Patisson hab ich in Stücke geschnitten und entkernt. Im heißen Olivenöl mit Knoblauch und Chili angebraten und noch warm mit Himmbeeressig und weißer Balsamicocreme abgelöscht. In der Zwischenzeit hab ich eine Handvoll Puy-Linsen gekocht und mit roten Zwiebeln und feinen  Stangenselleriewürfeln zu einem Salat gemischt. Aus der Pfanne hab ich die Flüssigkeit gleich als Dressing für die Linsen benutzt.
Da ich beim Anbraten der Taubenknochen einen ganz feinen Vanilleton wahrgenommen zu haben schien (nein beim anbraten hab ich nicht zu viel vom Küchenwein genascht!!!), habe ich die Patisson-Stücke noch ganz sacht mit ein paar Tropfen Vanilleöl parfümiert.
Aus dem Fond hab ich dann noch eine Soße gekocht, Zutaten: Schalotten, Weißwein, Sahne. Die nähere Beschreibung spar ich mir hier, dürfte ja allgemein bekannt sein.


Die Taubenstücke hab ich ganz sanft in der Pfanne mit etwas Rosmarin und Knoblauch angeschmort.
Alles zusammen auf einem Teller angerichtet und mit ein paar Tropfen weißer Balsamicocreme beträufelt. Sah toll aus und hat uns ganz wunderbar geschmeckt. Seht selbst:



Das Täubchen hat mich überzeugt, das werde ich auf jeden Fall  wieder einmal machen. Und dabei wieder an Karl-Heinz denken.

Aber das war ja erst die Vorspeise!!!
Wir hatten doch auch noch die Lammkoteletts. 
Ich hab als erstes ein paar Fettstückchen abgeschnitten und die in einer Sauteuse ausgelassen, dann ein paar Schalottenwürfel, etwas Knoblauch und Rosmarin dazugegeben und mit rotem Port und Rotwein abgelöscht und dann mit meinem Rinderjus zu einer Soße gekocht. Dann die ausgepulten Erbsen gedämpft. Aus der Hälfte hab ich mit gekochten Kartoffeln, etwas Sahne und Butter ein Erbspüree gestampft und da wir ja ein Sonntagsmahl kochen, das Ganze dann noch durch ein Sieb gestrichen. So hab ich ein wirklich feines Püree erhalten. Die restlichen Erbsen hab ich einfach nur in etwas Butter angeschwenkt und mit Fleur de sel und Petersilie abgeschmeckt. Ich brauchte nicht einmal Zucker, den ich sonst gern mal an die grünen Kullern gebe, sie waren von sich aus schon süß genug.
Die Lammkoteletts hab ich dann einfach nur in meiner schweren Eisenpfanne scharf angebraten und im Ofen bei mittlerer Temperatur ziehen lassen.
Und wieder alles zusammen auf den Teller gebracht. 

Ach ja, ein paar angebratene Steinpilze hab ich noch mit dazugegeben. Die hat mir ja der Herr Kampi extra noch am Vormittag aus dem Wald geholt.



Ich muss allerdings gestehen, dass der Hauptgang geschmacklich doch nicht an die Vorspeise herangekommen ist. Wie der Herr Kampi zu sagen pflegt: Der Spannungsbogen flachte ab!