MUUUUTTIIIII! Gibts´n Sonntag mittag?
Was mit Grünkohl!
GRÜÜÜÜNKOOOOOOHL? Bääääääh, ich mag doch keinen Grünkohl! Schmeckt nicht! Viel zu grün und viel zu gesund!
Warts doch erst mal ab!
Ich will was mit Fleisch und nicht so nen gesundes Zeugs!!!
So oder zumindest so ähnlich wäre der Disput mit dem fast 16jährigen Junior verlaufen, wenn ich ihm vorher ne Andeutung vom sonntäglichen Mittagsmahl gemacht hätte.
Wie, ihr sympathisiert mit dem junior? Sonntags Grünkohl geht gar nicht?
Was hat eure Mutter denn zu euch gesagt?
Wenn ihr wieder am Essen rumgemäkelt habt?
Gegessen wird, was auf den Tisch kommt! Und es wird von allem gekostet.
Und was hat Vati noch ergänzt?
Solange du die Füße unter meinen Tisch steckst, bestimme ich!!!
Gott sei dank sind diese Ansichten schon etwas überholt. Und was das Essen betrifft gibt es bei uns, auch beim junior, keine Diskussionen mehr. Er weiß, wenn Mutti kocht, ist das schon essbar.
Und sonntags sowieso.
Trotz alledem gibt es dennoch was mit Grünkohl und junior schaute am gestrigen abend schon reichlich verdattert, als ich ihn, den Kohl, gewaschen, geputzt und kurz gedämpft habe.
Der Herr Kampi hat im Winter ein sehr großes Verlangen nach solchem Wintergemüse. So hat er auch beim Gemüse-Händler mal wieder reichlich eingeladen.
So hab ich ihm gestern schon zum Abendessen etwas Zwiebel angeschwitzt, den abgeschreckten und abgetropften Grünkohl zugegeben und alles schön angeschmort. Nicht braun werden lassen, das Gemüse soll seine Knackigkeit und grüne Farbe behalten. Eine halbe Chorizo in feine Würfel geschnitten mit in die Pfanne gegeben. Ordentlich abgeschmeckt und dem Herrn Kampi serviert. Der hat mal ordentlich reingehauen, der junior hat dankend verzichtet!
Was beide nicht gemerkt haben, ich hab mir die zartesten grünsten Blättchen zur Seite gelegt. So eine ordentlich große Männerhand voll.
Ich hatte da nämlich eine Idee! Resteverwertung des Silvester-Knabberzeugs!
Da hatte ich doch einen gehörigen Fehlgriff gemacht. Aus Versehen oder auch aus Nichtwissen habe ich eine Tüte gesalzene Rauchmandeln gekauft.
Das kannste echt nicht essen, das Zeug!
Also von uns mag es keiner, und so dümpelten die braunen Teilchen in der Schale neben den paar pappig gewordenen Chips vor sich hin.
Da es mir aber zu schade war, die ganze Tüte zu entsorgen, hab ich mir den Kopf zermartert, was ich damit anstellen könnte. Und als ich die Wirsingrouladen für den samstag vormittag (wird noch verbloggt!) in Arbeit hatte und wie immer an einem Stück rohen Kohl knabberte, kam mir die Idee! Ich knabberte widerwillig noch so ne verräucherte Mandel hinterher und siehe da! Die beiden Sachen passten ausgezeichnet zusammen.
Also hab ich mich an die Kreierung und Herstellung eines Grünkohl-Rauchmandel-Pestos gemacht.
Der blanchierte (oder in meinem Fall gedämpfte) Kohl sollte dafür sehr zart sein und keine groben Blattrippen mehr haben.
Nen ordentlichen Pürierstab brauchste trotzdem!
Also den Kohl mit den Rauchmandeln pürieren.
Mit Knoblauch hab ich mich zurückgehalten, deshalb nur eine kleine Zehe hineingegeben. Dann etwas Parmesan, eine halbe frische Chilischote, etwas Olivenöl. Da ich den Geschmack des Kohles und der Mandel nicht übertönen wollte, habe ich noch etwas neutrales Traubenkernöl dazugegeben, könnte mir aber auch ein mild-fruchtiges Olivenöl gut dazu vorstellen. Abschmecken mit Pfeffer und ein wenig Salz.
Schmeckt genial.
Und was dazu?
Roastbeef Steaks vom grass fed Wagyu! Hatte ich vor dem Jahreswechsel in der Metro gekauft. Wären die nicht zum halben Preis verkauft worden, hätte ich sie sicher im Kühlregal liegen lassen. (der Herr Kampi schleicht schon ne Weile drumrum)
Und bei Rock the kitchen gabs gleich noch ein Rezept für ne tolle Beilage: Zitronen-Thymian-Kartoffeln.
Ich hab das Rezept nur insoweit abgewandelt, dass ich die Kartoffeln in Sechstel geschnitten , den Saft von nur einer Zitrone verwendet und sie nach dem Schmoren im Backofen noch einmal in einer Pfanne kross angebraten habe. Und ich habe außer Thymian noch frische Lorbeerblätter dazugegeben.
Dazu gab es eine Rotwein-Rindsfond-Reduktion mit langem Pfeffer.
Das (der Pfeffer) war ein nicht ganz uneigennütziges Weihnachtsgeschenk an den Bruder der Frau Kampi, neben dem wilden Kubeben-Pfeffer, der sich schon am Silvesterabend als wahre Offenbarung zum Rind entpuppte. (das beides wurde natürlich ganz brüderlich aufgeteilt...)
Die Sauce wurde einfach nach dem Abschmecken mit Salz nur mit kalter Butter montiert.
Und da ich gern ein Gemüse dazu möchte, hab ich einfach knackige weiße Rübchen in Spalten geschnitten, in Karamell und Butter glasiert, mit Salz gewürzt und vor dem Servieren in Meerrettich gewendet.
Und wenn noch einer sagt,Grünkohl und Sonntag passt nicht...
Dann denkt doch einfach mal, was eure Eltern gesagt haben:
Was du nicht gekostet hast, kannste nicht beurteilen!
Also, Versuch macht klug!
Sonntag, 9. Januar 2011
Freitag, 7. Januar 2011
Schluss! Aus! Ende und vorbei!
Labels:
Blumenkohl,
Gemüse,
gesundes
Heute fliegt er raus! Endgültig. Ich sag euch, ich kann ihn nicht mehr sehen und riechen. Alt sieht er aus und vertrocknet. Und so riecht er auch!
Und so schnell will ich ihn auch nicht durch einen anderen ersetzen! Neeeee! Da lass ich mir echt Zeit!
Erst muss ich Ordnung schaffen und ein bisschen aufräumen und umdekorieren.
So ist das bei einer Trennung.
Und soll ich euch was sagen, es fällt mir nicht einmal so schwer.
Na gut! Er hinterlässt eine Lücke. Aber die wird sich schließen. Denk ich.
Ich bin zwar ein wenig wehmütig. Nur ein ganz klein wenig. Auch das wird sich geben.
Ich stell mir ein paar frische Tulpen in die Vase, dann wirds schon gehen.
Sagt mal, was denkt ihr denn von mir? Ich schmeiß doch den Herrn Kampi nicht raus. Der gehört doch zu mir! Den geb ich doch nicht her!
Seid ihr verrückt? Um nichts in der Welt!
Ich ohne Herrn Kampi? Neeee, niemals! Das geht nicht! Niemals! Den lieb ich doch! So wie er ist, oder gerade deshalb!
Nein, ich mein doch unseren Weihnachtsbaum!
Den, den ich am 23.12. so liebevoll dekoriert habe, der so gut nach Tanne geduftet hat. Braune und cremefarbene Kugeln hatte er, silbergraue Sterne und einen lila Chiffonstoff. Und er hat geleuchtet. Hat uns die ganzen Weihnachtstage angestrahlt.
Aber nun sind die Feiertage endgültig vorbei, und deshalb Schluss mit der Völlerei! Das neue Jahr ist eine Woche alt und jetzt gibt es was leichtes!
Denn mein Vorsatz steht, es wird gesund gegessen.
Vielleicht purzelt dann auch noch das ein oder andere Pfund.
Wobei das nicht ganz so ausschlaggebend ist. Ich will einfach nur mal wieder was anderes essen, als Gans mit viel Sauce. (Ich hab noch eine eingefroren, in Einzelteilen. Da fällt mir demnächst sicher noch was ein, wie man die leichter zubereiten kann.)
Deshalb gibt es heute Blumenkohl.
Auch ein verkanntes Gemüse, finde ich.
Man kann den kochen. Das mag ich aber nicht so! Das ist so althergebracht. Ist wie beim Spargel. Den mag ich auch nicht gekocht.
Ich brate da lieber solche Gemüse. Dabei entwickeln sie einen ganz anderen Geschmack, schmecken so ursprünglich. Einfach nach sich selbst.
Und gerade Blumenkohl hat einen ganz feinen Geschmack, wenn er nicht ge(zer)kocht wird.
Das Rezept stammt von Alexander Herrmann, aus seinem Buch "Koch doch". Das erste Buch aus einer Dreierreihe.
Es war auch eines der ersten Rezepte, das ich aus diesem Buch gekocht habe. Und das ist nun schon seit sechs Jahren in meinem Besitz.
Also gibt es heute
Und so schnell will ich ihn auch nicht durch einen anderen ersetzen! Neeeee! Da lass ich mir echt Zeit!
Erst muss ich Ordnung schaffen und ein bisschen aufräumen und umdekorieren.
So ist das bei einer Trennung.
Und soll ich euch was sagen, es fällt mir nicht einmal so schwer.
Na gut! Er hinterlässt eine Lücke. Aber die wird sich schließen. Denk ich.
Ich bin zwar ein wenig wehmütig. Nur ein ganz klein wenig. Auch das wird sich geben.
Ich stell mir ein paar frische Tulpen in die Vase, dann wirds schon gehen.
Der Herr Kampi?
Sagt mal, was denkt ihr denn von mir? Ich schmeiß doch den Herrn Kampi nicht raus. Der gehört doch zu mir! Den geb ich doch nicht her!
Seid ihr verrückt? Um nichts in der Welt!
Ich ohne Herrn Kampi? Neeee, niemals! Das geht nicht! Niemals! Den lieb ich doch! So wie er ist, oder gerade deshalb!
Nein, ich mein doch unseren Weihnachtsbaum!
Den, den ich am 23.12. so liebevoll dekoriert habe, der so gut nach Tanne geduftet hat. Braune und cremefarbene Kugeln hatte er, silbergraue Sterne und einen lila Chiffonstoff. Und er hat geleuchtet. Hat uns die ganzen Weihnachtstage angestrahlt.
Aber nun sind die Feiertage endgültig vorbei, und deshalb Schluss mit der Völlerei! Das neue Jahr ist eine Woche alt und jetzt gibt es was leichtes!
Denn mein Vorsatz steht, es wird gesund gegessen.
Vielleicht purzelt dann auch noch das ein oder andere Pfund.
Wobei das nicht ganz so ausschlaggebend ist. Ich will einfach nur mal wieder was anderes essen, als Gans mit viel Sauce. (Ich hab noch eine eingefroren, in Einzelteilen. Da fällt mir demnächst sicher noch was ein, wie man die leichter zubereiten kann.)
Deshalb gibt es heute Blumenkohl.
Auch ein verkanntes Gemüse, finde ich.
Man kann den kochen. Das mag ich aber nicht so! Das ist so althergebracht. Ist wie beim Spargel. Den mag ich auch nicht gekocht.
Ich brate da lieber solche Gemüse. Dabei entwickeln sie einen ganz anderen Geschmack, schmecken so ursprünglich. Einfach nach sich selbst.
Und gerade Blumenkohl hat einen ganz feinen Geschmack, wenn er nicht ge(zer)kocht wird.
Das Rezept stammt von Alexander Herrmann, aus seinem Buch "Koch doch". Das erste Buch aus einer Dreierreihe.
Es war auch eines der ersten Rezepte, das ich aus diesem Buch gekocht habe. Und das ist nun schon seit sechs Jahren in meinem Besitz.
Also gibt es heute
Gebratenen Blumenkohlsalat mit Salbei und Chorizo
Wie immer halte ich mich nicht ganz an das Originalrezept. Aber die Abweichungen sind nur gering und meinem Vorrat, bzw. meinem Geschmack angepasst.
Zuerst wird ein kleiner Blumenkohl geputzt und in Röschen geteilt. Die habe ich mittig noch einmal durchgeschnitten. In zwei El Olivenöl werden die dann bei mittlerer Hitze sanft gebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Eine frische Chilischote wird mit dem Messerrücken sanft angeklopft (ich ritze sie an) und mit ein paar in Streifen geschnittenen Salbeiblättern und einem Löffel Butter zu dem Kohl in die Pfanne gegeben und unter Wenden mitgebraten, bis ein schöner Duft vom Kraut durch die Küche zieht und alles eine schöne Verbindung miteinander eingegangen ist.
In der Zwischenzeit wird der Salat geputzt. Im Originalrezept ein kleiner Kopfsalat. Den mag ich nicht (vor allem nicht im Winter kaufen). Deshalb hab ich eine Mischung aus Rucola und Radicchio genommen.
Der Salat wird in groben Stücken auf eine Platte verteilt. Laut A.Herrmann kommt jetzt der gebratene Blumenkohl obenauf. Und dann in Scheiben geschnittene Chorizo.
Ich gebe die Wurst aber mit in die Pfanne und lasse sie nur ganz kurz mit warm werden. Sie soll ein wenig von ihrem guten Geschmack in der Pfanne verbreiten. Nicht braten!
Und jetzt ab damit, auf den Salat.
Jetzt noch zwei El Olivenöl mit zwei El Balsamico und Salz vermischt und auf den Salat gegeben. Und jetzt nur noch genießen!
Und so darf das Jahr durchaus weiter gehen. Da wird mir auch nichts fehlen. Und der Baum sowieso nicht. Jetzt, wo er mal aus dem Fenster geflogen ist!
Sonntag, 2. Januar 2011
na, dass fängt ja gut an!
Das Jahr 2010 liegt jetzt hinter uns. Es war nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste. Und so haben wir es auch würdig verabschiedet. Wir hatten liebe Freunde zu Gast, die ich ganz ordentlich bekocht habe. Also, ich denke mal, dass es ganz ordentlich war.
Wir hatten als Vorspeise eine rote Linsencreme mit einem Salat aus Puy-Linsen und karamellisierter Kumquat, dazu frischen Hummer mit Aioli und Trüffelbutter.
Als Hauptgang Entrecote vom Wagyu-Rind mit Portwein-Trüffel-Jus, karamellisierten Zuckerschoten und Kräuterkartoffeln aus dem Ofen.
Dazu gab es diverse Weine, Sekt und Prosecco. Und auch ein paar gute Brände waren dabei.
Alles in allem ein schöner und leckerer Jahreswechsel.
Und dann am Neujahrstag gibt es schon seit vielen Jahren einen Brunch, ganz unter uns. Da wird dann auch noch einmal auf das neue Jahr angestoßen und wir lassen uns die Köstlichkeiten munden. So gibt es traditionell geräucherten Lachs, Eier mit Kaviar, edle Schinken (dieses Mal war es köstlicher Pata negra -Danke Brüderchen für das Geschenk!) und ein Rest von der Trüffelbutter war auch noch da.
Dann folgt die Rundfahrt zu sämtlichen Verwandten, um die Neujahrsgrüße zu überbringen.
Und diejenigen, die man nicht besucht, werden telefonisch beglückt.
Da wir dieses Jahr noch einen Sonntag an den Feiertag dranhängen durften, wurde in Frau Kampis Küche auch mal wieder was blogbares gekocht. Ich weiß ja, dass ich mich hier etwas rar gemacht habe. Das ist ein guter Vorsatz für dieses Jahr. Ich werde mich bemühen, in schöner Regelmäßigkeit zu schreiben.
Ich hab mir auch ein paar gute Vorsätze der kulinarischen Art für 2011 vorgenommen. So möchte ich etwas kalorienbewusster kochen. In letzter Zeit gab es doch sehr viele Gerichte mit ordentlich Butter und meinen geliebten Sahnesaucen. Das wird es auch weiterhin geben. Aber so ab und an (und ich hoffe in diesem Jahr etwas mehr) wird es auch mal was ohne Butter und Sahne geben.Denn ich hatte mir ja schon für letztes Jahr vorgenommen, 5 Kilo abzunehmen. Ich hatte es auch fast geschafft, aber in den letzten Wochen sind da wieder 2 Kilo dazugekommen.
So kam mir mein Appetit auf den Thunfisch, der mich in der Metro so angelacht hat, gerade Recht.
Und ich wollte was fruchtiges dazu, und was scharfes. So hatte instinktiv auch die Mango den Weg in meinen Einkaufswagen gefunden. Ich mag diese Frucht eigentlich gar nicht so unbedingt. Aber mir war einfach danach.
Bei "essen&trinken.de" bin ich dann auch fündig geworden.
Dazu wird Sesam angeröstet und wieder abkühlen lassen. In einer Pfanne werden dann Chiliflocken angeröstet, die dann mit Orangenzeste und Salz im Mörser zerkleinert werden. Dabei sollte man nicht zimperlich sein, da der Chili in der heiße Pfanne ordentlich Schärfe in die Luft pustet. Da ist dann der erste Hustenanfall des Jahres vorprogrammiert.
Ein Noriblatt wird in Streifen geschnitten und im heißen Öl ca.3 Sekunden frittiert und danach auf einem Küchenkrepp entfettet und mit der Sesammischung bestreut.
Ich hatte in der Zwischenzeit schwarzen Reis (riso nero venere) gekoch. Und da ich noch etwas von der Sesammischung übrig hatte,den damit in einer Pfanne angebraten. Nächster Hustenanfall!
1EL Zitronensaft wurde laut Original-Rezept mit einem TL Wasabi und 3EL Olivenöl verrührt und mit Salz und Zucker gemischt. Da mir das aber an Sauce zuwenig war, kommt jetzt die Mango ins Spiel.
In einer Sauteuse hab ich etwas Chili-Sauce (Eigenproduktion- siehe hier) erhitzt und etwas Zucker hineingegeben. Dann die in Würfel geschnittene Frucht dazu und anschwitzen. 2El Mirin und etwa 50ml Weißwein dazu. Das Ganze weichkochen, pürieren, mit Chili, Orangenzeste, Zitronensaft und Salz abschmecken.

Die blanchierten Zuckerschoten (der Rest vom Silvesterabend) nur in einer Pfanne warm werden lassen und mit Fleur de Sel würzen.
Wenn ihr keine Reste habt, dann müsst ihr für das Rezept eben welche kaufen! Also Zuckerschoten, mein ich.
Der Tuna wird einfach in dicke Scheiben geschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Olivenöl von beiden Seiten ca 3Minuten von jeder Seite scharf angebraten. Ersoll (muss!) innen noch roh sein.
Zum Servieren wird der Fisch in Scheiben geschnitten und mit der Zitronen-Wasabi-Sauce beträufelt.
Alles in allem ein sehr scharfer, aber sehr delikater kulinarischer Jahresbeginn. Die Schärfe war gerade angenehm. Das Britzeln und Prickeln im Mund hat die anderen Geschmacksrichtungen sehr betont und herausgekitzelt. Es war von allem was dabei. Die Frucht der Mango, die angenehme Schärfe, die durch den Reis wieder etwas milder wurde, etwas Säure, das Knusprige der Algen mit dem Sesam.
In letzter Zeit sind die Nori-Algen meine kulinarische Entdeckung. Ich finde sie sehr vielseitig einsetzbar und nicht nur als Umhüllung für Sushi geeignet.
Leider konnte der graue Burgunder dem Essen nicht wirklich etwas entgegensetzen. Hat aber auch nicht konkurriert. Etwas mehr Restsüße hätte ihm sehr gut getan. Dann wäre es perfekt gewesen.
So kann dieses Jahr durchaus weitergehen. Das haben auch meine Männer mehrmals betont. Was mich natürlich auch ein wenig unter Druck setzt. Aber irgendwie werde ich das schon gebacken kriegen.
Wenn das Jahr so beginnt...
Wir hatten als Vorspeise eine rote Linsencreme mit einem Salat aus Puy-Linsen und karamellisierter Kumquat, dazu frischen Hummer mit Aioli und Trüffelbutter.
Als Hauptgang Entrecote vom Wagyu-Rind mit Portwein-Trüffel-Jus, karamellisierten Zuckerschoten und Kräuterkartoffeln aus dem Ofen.
Dazu gab es diverse Weine, Sekt und Prosecco. Und auch ein paar gute Brände waren dabei.
Alles in allem ein schöner und leckerer Jahreswechsel.
Und dann am Neujahrstag gibt es schon seit vielen Jahren einen Brunch, ganz unter uns. Da wird dann auch noch einmal auf das neue Jahr angestoßen und wir lassen uns die Köstlichkeiten munden. So gibt es traditionell geräucherten Lachs, Eier mit Kaviar, edle Schinken (dieses Mal war es köstlicher Pata negra -Danke Brüderchen für das Geschenk!) und ein Rest von der Trüffelbutter war auch noch da.
Dann folgt die Rundfahrt zu sämtlichen Verwandten, um die Neujahrsgrüße zu überbringen.
Und diejenigen, die man nicht besucht, werden telefonisch beglückt.
Da wir dieses Jahr noch einen Sonntag an den Feiertag dranhängen durften, wurde in Frau Kampis Küche auch mal wieder was blogbares gekocht. Ich weiß ja, dass ich mich hier etwas rar gemacht habe. Das ist ein guter Vorsatz für dieses Jahr. Ich werde mich bemühen, in schöner Regelmäßigkeit zu schreiben.
Ich hab mir auch ein paar gute Vorsätze der kulinarischen Art für 2011 vorgenommen. So möchte ich etwas kalorienbewusster kochen. In letzter Zeit gab es doch sehr viele Gerichte mit ordentlich Butter und meinen geliebten Sahnesaucen. Das wird es auch weiterhin geben. Aber so ab und an (und ich hoffe in diesem Jahr etwas mehr) wird es auch mal was ohne Butter und Sahne geben.Denn ich hatte mir ja schon für letztes Jahr vorgenommen, 5 Kilo abzunehmen. Ich hatte es auch fast geschafft, aber in den letzten Wochen sind da wieder 2 Kilo dazugekommen.
So kam mir mein Appetit auf den Thunfisch, der mich in der Metro so angelacht hat, gerade Recht.
Und ich wollte was fruchtiges dazu, und was scharfes. So hatte instinktiv auch die Mango den Weg in meinen Einkaufswagen gefunden. Ich mag diese Frucht eigentlich gar nicht so unbedingt. Aber mir war einfach danach.
Bei "essen&trinken.de" bin ich dann auch fündig geworden.
Thunfisch mit frittierten Nori-Algen
Dazu wird Sesam angeröstet und wieder abkühlen lassen. In einer Pfanne werden dann Chiliflocken angeröstet, die dann mit Orangenzeste und Salz im Mörser zerkleinert werden. Dabei sollte man nicht zimperlich sein, da der Chili in der heiße Pfanne ordentlich Schärfe in die Luft pustet. Da ist dann der erste Hustenanfall des Jahres vorprogrammiert.
Ein Noriblatt wird in Streifen geschnitten und im heißen Öl ca.3 Sekunden frittiert und danach auf einem Küchenkrepp entfettet und mit der Sesammischung bestreut.
Ich hatte in der Zwischenzeit schwarzen Reis (riso nero venere) gekoch. Und da ich noch etwas von der Sesammischung übrig hatte,den damit in einer Pfanne angebraten. Nächster Hustenanfall!
1EL Zitronensaft wurde laut Original-Rezept mit einem TL Wasabi und 3EL Olivenöl verrührt und mit Salz und Zucker gemischt. Da mir das aber an Sauce zuwenig war, kommt jetzt die Mango ins Spiel.
In einer Sauteuse hab ich etwas Chili-Sauce (Eigenproduktion- siehe hier) erhitzt und etwas Zucker hineingegeben. Dann die in Würfel geschnittene Frucht dazu und anschwitzen. 2El Mirin und etwa 50ml Weißwein dazu. Das Ganze weichkochen, pürieren, mit Chili, Orangenzeste, Zitronensaft und Salz abschmecken.
Die blanchierten Zuckerschoten (der Rest vom Silvesterabend) nur in einer Pfanne warm werden lassen und mit Fleur de Sel würzen.
Wenn ihr keine Reste habt, dann müsst ihr für das Rezept eben welche kaufen! Also Zuckerschoten, mein ich.
Der Tuna wird einfach in dicke Scheiben geschnitten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und in Olivenöl von beiden Seiten ca 3Minuten von jeder Seite scharf angebraten. Er
Zum Servieren wird der Fisch in Scheiben geschnitten und mit der Zitronen-Wasabi-Sauce beträufelt.
| er war roh! sieht nur nicht so aus... |
Alles in allem ein sehr scharfer, aber sehr delikater kulinarischer Jahresbeginn. Die Schärfe war gerade angenehm. Das Britzeln und Prickeln im Mund hat die anderen Geschmacksrichtungen sehr betont und herausgekitzelt. Es war von allem was dabei. Die Frucht der Mango, die angenehme Schärfe, die durch den Reis wieder etwas milder wurde, etwas Säure, das Knusprige der Algen mit dem Sesam.
In letzter Zeit sind die Nori-Algen meine kulinarische Entdeckung. Ich finde sie sehr vielseitig einsetzbar und nicht nur als Umhüllung für Sushi geeignet.
Leider konnte der graue Burgunder dem Essen nicht wirklich etwas entgegensetzen. Hat aber auch nicht konkurriert. Etwas mehr Restsüße hätte ihm sehr gut getan. Dann wäre es perfekt gewesen.
So kann dieses Jahr durchaus weitergehen. Das haben auch meine Männer mehrmals betont. Was mich natürlich auch ein wenig unter Druck setzt. Aber irgendwie werde ich das schon gebacken kriegen.
Wenn das Jahr so beginnt...
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