Ich kann mir aber nicht mehr vorstellen, in diesem Beruf zu arbeiten. Kein Raum für Kreativität.
Da ist mir mein jetziger Beruf schon sehr viel lieber. Da ist spontane Kreativität ein absolutes Muss. Das entspricht meinem Charakter. Und so koche ich auch.
So richtig präzise Rezepte und Zubereitungsanleitungen findet ihr ja eher seltener bei mir. Koche ich doch aus dem Bauch heraus und die Gerichte entstehen meistens auch erst während der Zubereitung.
Mal ein bisschen hier von und da noch was dazu, gerührt, geschüttelt, verkostet und neu abgeschmeckt. So oder so ähnlich läuft das hier doch meistens ab.
Aber heute gibt es mal ein ganz exaktes Rezept. Und zwar für
Schüttelbrotnudeln
Gelesen auch in meinem neuen Wildkochbuch aus Südtirol und ein ganz toller Begleiter für die geschmorte Wildschweinschulter, die noch im Tiefkühler auf ihre Erlösung, beziehungsweise Erwärmung wartete.Schüttelbrot ist für uns immer ein Mitbringsel aus dem Urlaub, da es keinerlei vorsichtiger oder gar aufwendig-komplizierter Aufbewahrungsmethoden bedarf und jederzeit als kleiner Snack dienen kann. Ich mag es am liebsten mit guter Butter!
Für die, die es nicht kennen, es ist ein flacher harter Brotfladen, gewürzt mit Fenchel und Brotklee, der nahezu unbegrenzt haltbar ist.
Und hier das Rezept:
- Dazu 50gr. Schüttelbrot im Mixer zu Mehl zermahlen, Ich habe noch einen halben Teelöffel Fenchelsaat zugegeben, da das Brot recht wenig gewürzt war und ich den Geschmack sehr mag.
- 250gr. Mehl zufügen und salzen
- 3 Eier und 30ml Olivenöl dazugeben
- zu einem Teig kneten und 20 min ruhen lassen
- mit der Nudelmaschine nicht zu dünn ausrollen und in Bandnudeln schneiden
- wie gewohnt in Salzwasser kochen
Die Nudeln sind schön bissfest und mit ihrem herzhaften Geschmack ein sehr schöner Begleiter für Wildschmorgerichte. Sie sind auch etwas dunkler, in etwa wie Vollkorn- oder Buchweizenpasta.